Mittwoch, 15. Juli 2015

Das Märchen von der weißen Kanne

Mittwochs mag ich Märchen

Es war einmal...

... eine weiße Kanne. Gemeinsam mit ein paar Vasen und alten Büchern stand sie an der Straße. Auf der gegenüberliegenden Seite fuhr eine kleine Frau zügig mit dem Fahrrad. Die Kanne hätte diese Frau nicht weiter beachtet, wenn diese besagte Frau nicht plötzlich angehalten hätte und umgedreht wäre. Vorsichtig nahm sie sie an sich und lächelte das weiße Porzellan vielversprechend an. Kurzerhand landete das Kännchen im Rucksack und harrte gespannt der Dinge, die nun kommen würden. Angekommen durfte sie sich unter den Flieder in der Vase stellen. Das duftete gut, ein bisschen wie zu Hause. "Mit dir habe ich noch was vor!", sagte die kleine Frau und freute sich. Eines Tages nahm sie sich die Kanne zur Hand, wischte sie liebevoll ab und setzte den Porzellanmalstift an. Das kitzelte ein wenig. Das Kännchen kicherte, freute sich aber über die Streicheleinheiten. Eine Pusteblume zierte nun das runde Bäuchlein. "Wünsch`dir was" war jetzt auf ihr zu lesen. Das freute die Kanne sehr, noch mehr, dass endlich wieder Tee in ihr zubereitet wurde. Nun hatte sie wieder ein Zuhause. Und wenn sie nicht zerbrochen ist, dann ziert sie auch heute noch die Fensterbank.

Und nicht nur die Fensterbank... Danke, liebe Kanne, du hast mir dazu verholfen, in die aktuelle Ausgabe der HandmadeKultur zu kommen! Wünsche werden wahr!
Ich freue mich

Goldi


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