Samstag, 27. August 2016

Reisebericht

Jetzt ist unser Urlaub schon lange her, gefühlt ewig. Hach, mit diesem Blogpost rufe ich mir ganz einfach viele schöne Momente in Erinnerung und biete dir meine ganz persönliche Reiseleitung an! Herzlich willkommen in Dänemark - Komm mit mir auf eine kleine Reise, ich zeige dir, was wir als Familie mit drei Kindern in zwei Wochen Nordjydland erlebt haben.

Wie im vergangenen Jahr haben wir auch in diesem Sommer zwei herrliche Wochen in unserem Sehnsuchtsort NØrlev Strand an der fast nördlichsten Nordseeküste Dänemarks verbracht. 


Hinter diesen zauberhaften Wiesenblumen verbirgt sich das Dörfchen LØnstrup (1). Dort haben wir nach einer langen, langen Autofahrt endlich den Schlüssel für unser Ferienhaus abholen können. Doch der erste Weg führte uns direkt an das Meer. Der Wind wehte uns tüchtig um die Ohren, und wir waren sofort im Urlaubsmodus. Es war schön, an einen Ort zu kommen, der uns bereits vertraut war. Es hat uns gefreut, dass wir trotz der Vertrautheit noch so viel Neues entdecken konnte. 

Von Beginn unserer Reise an habe ich Tagebuch geführt. Ich genieße das sehr, die Eindrücke des Tages handschriftlich festzuhalten, mit Zeichnungen, Blumen und Eintrittskarten zu ergänzen.



Auf der Karte siehst du die Orte, die wir besucht haben.Ich habe sie entsprechend der Reihenfolge der Bilder nummeriert.





Der Moment, in dem man den Schüssel in das Schloss eines neuen Ferienhauses steckt ist wohl immer spannend. Schön war unser Haus am NØrlev Strand (2): hell, freundlich, mit insgesamt drei Schlafzimmern sehr geräumig und ganz nach unserem Geschmack eingerichtet. Eines der Schlafzimmer diente den Kindern als Spielzimmer. Außerdem war das Haus, insbesondere die Küche, toll ausgestattet. NØrlev Strand ist eine typisch dänische Ferienhaussiedlung. Direkt in den Dünen in unmittelbarer Nähe zum breiten Sandstrand. Ein bisschen einsam, ein bisschen wild, ganz schön schön.


Hinter unserem Ferienhaus grasten die Ponys eines nahe gelegenen Hofes. Ein wahrer Kindertraum. Während die drei Kinder die Ponys streichelten, konnte ich Blumen pflücken.


Gleich am zweiten Abend war ich mit den Mädels unterwegs. Wir haben uns in unsere Urlaubskleider geworfen und konnten nach einem kleinen Spaziergang zum Strand Steine und Muscheln sammeln. Dafür waren die Kleider ja wie gemacht;-).





Mein Liebster mit der kleinen Großen auf dem Weg zum Brötchen holen, vorbei an den Ponyhügeln.




Unweit unseres Hauses liegt das Skallerup Seaside Resort. Ein Feriencenter, das einen großen Spielplatz und einen Kletterparcour mit sich bringt. Immer schön im Gleichgewicht bleiben.





In Tversted (3) gibt es einen schönen Badestrand. Weit und weiß ist er. Obwohl er so berühmt ist, und wir ihn auch mitten in der Saison aufgesucht haben, trifft man kaum auf andere Urlauber. Dass die Autos hier an den Strand fahren, wirkt auf uns immer noch ein bisschen sonderbar und befremdlich. Ein alter Däne erzählte uns: "Das Meer nimmt sich so viel von uns, da nehmen wir uns auch, was wir brauchen." 


Da stört es auch niemanden, wenn man in den Dünen umherspringt. Was für ein Spaß, offensichtlich!


Reiseführer empfehlen das "Blaue Eishaus", das an diesem Strand gelegen ist. Wer es ganz besonders süß mag, sollte Guf probieren. Uns reicht das typisch dänische Softeis allerdings pur. Das bekommt man aber auch überall andernorts.


Von diesem Strand aus fährt man in ungefähr zwanzig Minuten zu einem tollen Naturspielplatz


Das kleinste Fahrrad hatten wir immer dabei. So schaffen auch die kürzesten Beine die längsten Wege. Und Hügel! Sehr zur Freude unseres kleinen Mountainbikers. Dänemark eignet sich mit seinen ausgewiesenen Trails hervorragend zum Mountainbikefahren.


Das gibt es bei uns nicht jeden Tag. Aber an diesen Schokoplättchen kommen wir im Urlaub einfach nicht vorbei. Unsere Kinder durften jeweils einem Freund oder einer Freundin mit diesem schokigen Mitbringsel eine Freude machen. 



An einem anderen Tag ging es nach Lokken (4). Lokken ist ein typisches Touristenörtchen. Dort trifft man auf viele Urlauber. Anziehungspunkt ist unter anderem eine Bonbonmanufaktur. Der bewachte Badestrand sieht schön aus mit seinen kleinen Häuschen. Dort gibt es auch eine Bude, an der man Kaffee und Eis bekommen kann.



Die Wanderdüne Rubjerk Knude (5), mit dem unverkennbaren Leuchtturm, der mal mehr mal weniger im Sand verschwindet, wird auch beim zweiten Mal nicht langweilig und ist ein absolutes Muss. Der schönste Sandspielplatz, den du dir vorstellen kannst. Vom Parklatz läuft man ungefähr eine viertel Stunde bis man diese unendlichen Sandweiten erreicht. Dort angekommen kann man herrlich im Sand toben und springen.





Allesamt konnten wir toben!


Auf den Rückwegen unserer Ausflüge kamen wir fast immer an diesen Gemüseständen vorbei. Es bietet sich an, etwas Kleingeld im Auto zu haben. Denn dann kannst du für schmales Geld frisches Obst und Gemüse kaufen. Die anderen Einkäufe haben wir ansonsten überwiegend in Hjörring (12) erledigt. Dort findet man alle gängigen Supermärkte. 




Wie du siehst, gebacken haben wir auch! Die Küche gab alles her. 


Sonnenschein hatten wir an vielen Tagen. Aber auch gelegentlich Regen. Dänemark gibt kein Schönwettergarantie, aber das hat uns nichts ausgemacht. 


Das Meer hatte eine Temperatur von 20° Grad. Wenn man erst mal drin ist, geht es! Die Wellen haben es uns angetan. Von Ebbe und Flut merkt man wenig.



Little Miss Sunshine! 


Von unseren Spaziergängen nehmen wir immer was mit! Aus diesen prachtvollen Möwenfedern haben wir unsere Sommerurlaubsgirlande gestaltet, die ich dir  hier schon gezeigt habe.


In der Nähe der Stadt Saeby (6) findet alljährlich für eine Woche auf Schloss Voergaard  ein mittelalterlicher Markt statt. Sehr sehenswert. Vor allem, aber nicht nur für kleine Ritterfans, auch für kleinere und größere Mädchen, und für uns natürlich auch. Ein mit Liebe zum Detail arrangiertes Fest,ohne Hokus Pokus, dafür mit historischer Anmutung. 
Als Andenken musste natürlich der Helm mit. Zum Glück war das Kettenhemd im Gepäck. Das zog selbst die Blicke eingefleischter Mittelalterfans auf sich.  


Hinter den besagten Ponyhügeln befand sich der dazugehörige Ponyhof mit Meerschweinchenstreichelzoo. Auch dieser gehört zum Skallerup Ressort, ist aber auch für andere Besucher zugänglich. Für 3€ bekommt man Zugang zu den Tieren. Während sich die Kinder an den putzigen Nagern erfreut haben, gab es für uns eine Tasse Kaffee und frische super leckere Zimtschnecken. Wenn es nach den Kindern gegangen wäre, hätte wir diesem Hof täglich einen Besuch abgestattet.


Ponyreiten konnte man da auch!!!






Ich habe nicht zu viel versprochen, oder?!





An einem anderen Tag wollten wir nach Aalborg. Aalborg ist Dänemarks viertgrößte Stadt. Von unserem Ferienhaus eine gute Stunde entfernt. Wir überlegten uns für diesen Tag folgenden Plan:
Vor dem Stadtbummel besuchten wir die Wikingersteingräber auf Lindholm Hoeje (7). Ein sehr beeindruckender Schauplatz, dem eine ebenso beeindruckende Ausstellung im anliegenden Museum folgte. Wir erhielten einen sehr anschaulichen Abriss von der Steinzeit bis ins frühe Mittelalter. Absolut kindgerecht. Der Eintritt für Kinder war frei, wir haben zusammen 20€ bezahlt.




In Aalborg (8) gab es nach erfolgreichem Shopping eine kleine Stärkung. Mit dem Abby Road Café haben wir einen Insidertipp für jeden Dänemarkreiseführer gefunden.  Gut, die Preise hauen einen um, aber das Essen war frisch und lecker, der Kaffee sehr gut und Wasser gab es for free. Außerdem saßen wir in einem tollen Ambiente.


Wir hatten den Kindern noch eine Fahrt mit der Fähre versprochen.  Aalborg liegt am Limfjord. In diesem liegt die Insel Egholm (9). Eine Fähre fährt alle halbe Stunde auf diese kleine Insel. 46 Menschen wohnen auf diesem kleinen Fleck Erde. Die Überfahrt dauert nur knappe fünf Minuten und hat uns Erwachsene zusammen keine 7 € hin und zurück gekostet. Karrusselfahren ist teurer;-).


Wir erkunden die Insel. Ein kleines Abenteuer!




In jedem Urlaub gibt es so ein Foto von uns. Ich finde, dafür, dass wir bereits so ein Mammutprogramm hinter uns haben, sehen wir noch ganz frisch aus. Die Kinder haben aber auch einfach uneingeschränkt toll mitgemacht!!!


Auf zur nächsten Salafari (Wir haben "Die kleine Dame" gelesen!) Mit dem richtigen Schuhwerk lässt es sich lange wandern ;-)


Aber auch auf die richtige Kleidung kommt es an! In Tüll wandert es sich am besten...


Am Strand finden sich immer wieder riesige Betonklötze, die im Zweiten Weltkrieg als Bunker in die Dünen gebaut wurden und auf denen sich heute die Robben sonnen, oder auf denen wir eine kurze Rast machen. 


Lonstrup ist das kleine touristische Dörfchen mit Cafés, Restaurants, Boutiquen und einem Supermarkt. Malerisch liegt es an der Küste, ist aber vom Meer bedroht. So manches Ferienhaus musste schon dran glauben. 


Dieser Eisladen ist zum Glück noch weit genug vom Wasser entfernt. Gibt es dort doch das beste Eis!!! Mit diesem haben wir den Urlaub eingeläutet und es hat uns den Abschied versüßt.





Die Taschen sind gepackt. Für den Rückweg haben wir auf halber Strecke einen Besuch im Vikinge Center Ribe  geplant.



Hier kann dann tüchtig gekämpft werden. Die Besucher können hier viel sehen und ebenso viel selber ausprobieren. 


Einige Menschen leben tatsächlich hier. Man hat das Gefühl, wirklich in eine andere Zeit einzutauchen. Du kannst Münzen prägen, die Herstellung von Glasperlen bestaunen, schnitzen, mit Pfeil und Bogen schießen .... 




Jetzt sind wir schon wieder so gut wie am Ziel. Im Gepäck jede Menge schöne Urlaubserlebnisse. 



PS: Vom letzten Jahr haben wir auch noch ein paar Tipps;-)

In Hirtshalts gibt es Nordeuropas größtes Aquarium. Da kann die ganze Familie abtauchen. Der Mondfisch hatte es uns im letzten Jahr besonders angetan.




Da dieses putzige Tierchen seine Nahrung nicht selbstständig fangen kann, muss dieser Fisch von dem Taucher gefüttert werden. Ein tolles Unterwasserspektakel! 


Ebenfalls in Hirtshalts gibt es einen imposanten Leuchturm. Er liegt direkt am Bunkermuseum. Ein beeindruckender, aber zugleich bedrückender Ort. Im Zuge des Zweiten Weltkrieges wurden dort 54 Bunker in die Steilküste unterhalb des Leuchtturmes gebaut. Diese sind zugänglich. Während sie den ganz kleinen Besuchern einfach nur als Klettermöglichkeit dienen, bieten sie Gelegenheit, mit den etwas Größeren, über Geschichte zu sprechen. 


Auf dem Weg nach Skagen (14), dem nördlichsten Punkt Mitteleuropas, suchten wir eine weitere Wanderdüne auf: Rabjerk Mile (13). Unfassbar und unendlich groß. Von der Düne aus kann man fast sehen, wie sich Nord- und Ostsee treffen. Hier ist man im wahrsten Sinne von allem ganz weit weg! 



Skagen hat einen sehenswerten Hafen. Angesichts solcher Schiffe kamen die Kinder nicht aus dem Staunen heraus.


Der Sonnenuntergangskiosk erlaubt solch ein kitschiges Foto, oder? Unser Herz schlägt absolut für Dänemark. Dennoch wollen wir im nächsten Sommer ein anderes Ziel bereisen. Wir mögen diese Mischung aus Meer, wilder Natur, hügeliger Landschaft, Nähe zu einer Stadt und gleichzeitig die Abgeschiedenheit. Hast du einen guten Tipp für uns? Was ist dein Sehnsuchtsort? Ich hoffe, du hattest Freude an meinen Bildern, und ich würde mich sehr über deine Reisetipps freuen! 
Schönen Sommer noch!

Goldi 




















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