Montag, 30. August 2021
Alltag
Mittwoch, 7. Juli 2021
Sommersausenbrause
Kommt! Lasst uns Eis, Erdbeeren und Melone ohne Ende essen. Lasst uns Blumen pflücken, Sommersprossen sammeln und den Duft von Sonnencreme inhalieren. Lasst uns die Füße im Sand vergraben und durch morgenfeuchtes Gras laufen. Lasst uns Rad fahren, schwimmen und spazieren gehen. Lasst uns den Grill anschmeißen, Freunde einladen und gemeinsam so viele Mahlzeiten wie möglich draußen einnehmen. Lasst uns verreisen, womöglich zelten. Lasst uns faulenzen, lesen und spielen. Lasst uns die lauen Abende bei Kerzenschein auf der Veranda genießen, in den Sternenhimmel blicken, auf Sternschnuppen hoffen und schließlich die Bettdecke über die dreckigen Kinderfüße ziehen. Lasst uns lieben und lachen, ausschließlich gute Stimmung verbreiten und hoffnungs- und vorfreudevoll auf diesen Sommer blicken! Möge er so oder so ähnlich riechen, schmecken oder sich anfühlen. Lasst uns auf ihn anstoßen, und mit ihm auf das leichtere Leben! Damit schmeiße ich für liebe Kolleginnen, Trainerinnen, Lehrerinnen und Freunden eine Runde "Brause" für hoffentlich viele viele "Sommersausen"!
Magst du mit anstoßen? Dann gibt es hier die Etiketten in zweifacher Ausführung als Download.
Viel Spaß damit und viele sonnige Grüße
Goldi
Freitag, 16. April 2021
Salathommage
Salat hält jung. Und diese Mischung, insbesondere das Kokosdressing, macht mich glatt 20 Jahre jünger. Niedliche 25 Jahre jung waren wir damals, 6 Grundschullehrerrinnen, fast alle gerade frisch im Schuldienst. Genau aus diesem Grund fand unsere bunt zusammengewürfelte Truppe seinerzeit auch irgendwie zueinander. Anfangs trafen wir uns einmal in der Woche in einer Cocktailbar, mit coolen Beats im Hintergrund tauschten wir uns und unsere guten Unterrichtsideen aus, Arbeitsblätter gingen über den Tisch, außerdem ging es -na klar- um Jungs, das Verliebtsein, Konzerte, Partys, Mode, Bücher, dies und das. Voller Vorfreude läuteten wir mit einem oder auch gerne einem zweiten Cocktail am Vizefreitag das Wochenende ein. Jung und ungebunden waren wir, zu Hause wartete noch keiner auf uns. Irgendwann zogen wir um in ein schuckeliges Café, das Thaicafé. Dort gab es thailändisch angehauchte Speisen- unter anderem auch diesen wohl eher landesuntypischen Salat, der es uns mit seinem unverwechselbaren Kokosdressing aber einfach angetan hatte, und wir hatten mehr Ruhe zum Plaudern. Mit der Zeit wurden dann aus festen Freunden Ehemänner. Sogar zu meinem Junggesellinnenabschied gab es diesen Salat.
Jahr um Jahr kamen Kinder dazu. Die Runde schrumpfte schließlich auf vier Damen und die Themen handelten zwar noch immer von Schule, aber neue kamen eben dazu: Hochzeiten, weitere Schwangerschaften, Stillen, Elternzeit, Wiedereinstieg in die Schule, wann und mit wie vielen Stunden, welcher Kindergarten, welche Grundschule und schließlich welche weiterführende Schule. Zack, wurden die Kinder groß und größer, wir älter. Wir hatten immer mehr um die Ohren, trafen uns zwar weiter, aber nicht immer regelmäßig, schon längst nicht mehr einmal in der Woche. Als unser geliebtes Café sehr zu unserem Bedauern schließen musste, trafen wir uns weiter zu unserem köstlichen Salat, fortan aber bei einer von uns.
Wir schnibbelten gemeinsam und quatschten, stießen mit Prosecco auf Höhen und Tiefen des Lebens an, lachten und weinten, waren uns nicht immer einig, selten bei der Frage: Wie viel Reis wirklich benötigt wird... Ließen uns aber sein, wie wir sind und wunderten uns lediglich, wie viele Dosen Kokosmilch an einem Abend durchgehen können: Zwei für das Dressing und mindestens zwei für das sündige Dessert, die weiße Schokolade und die Sahne als Dessertbeauftragte verheimlichte ich stets, schließlich gab es ja auch mal Himbeeren oder Ananas dazu. Am Ende eines meist beschwingten Abends stellte sich immer die Frage, wer nimmt nun das Körbchen mit den Gewürzen mit und lädt zum nächsten Treffen ein? Das, so beteuerten wir, bitte bitte nicht wieder so lange auf sich warten lassen sollte. Wir waren aus dem Tritt gekommen, denn selbst den Rhythmus spätestens an dem Donnerstag vor den Ferien festzuhalten, gelang uns nicht mehr. Nun, schon lange lange vor Corona wollten wir uns endlich wieder treffen. Daraus wurde leider nichts, und dann kam Corona.
Neulich hatte ich diese Salatidee wieder im Sinn, und ich musste sie sofort umsetzen. Mit diesem Geschmack auf der Zunge hatte ich prompt im Herzen nicht nur eine wohlige Erinnerung an ein wirklich schöne Zeit, sondern auch eine große große Sehnsucht. Hach. Mädels, ich vermisse euch! Das geht also raus an euch, meine lieben Freundinnen, unsere Treffen sind wertvolle Souvenirs für mich. Ich fühle mich doch glatt nochmal wie 25. Sobald die Welt es wieder zulässt, lade ich euch ein, und wir stoßen an mit vielen Kokosmilchdosen und reichlich Prosecco. Versprochen?
Hast du auch Lust auf eine Verjüngungskur? Dann gibt es hier das Rezept.
Herzlichst
GOLDI
Zutaten:
Salat:
* Chinakohl (wahlweise auch Eisbergsalat)
* Gurke
* Tomaten
* Paprika
* eine Hand voll Champignons
* Frühlingszwiebeln
* Räuchertofu, schneiden und anbraten
* Basmatireis
Den Reis nach Anleitung kochen. In der Zwischenzeit alle Zutaten waschen und schneiden. Tofu in Streifen schneiden und in etwas Öl anbraten.
Dressing:
* Kokosmilch
* rote Currypaste
* Öl
* dunkle Sojasauce
* Zucker
* Koriander, gemahlen
* Kreuzkümmel, gemahlen
Etwas Öl in einem Topf erhitzen und einen halben Esslöffel der roten Currypaste dazugeben und verrühren. 4 Esslöffel Sojasauce und 2 Esslöffel Zucker einrühren. Mit einem Esslöffel Koriander und zwei Esslöffeln Kreuzkümmel würzen. Alles kurz aufköcheln und mit einem Liter Kokosmilch aufgießen und abschließend einige Minuten köcheln lassen.
Den Salat nach Herzenslust anrichten und mit reichlich Dressing genießen!
Guten Appetit!
Montag, 15. März 2021
Mittendrin
Ganz (schön) schief. Ein Jahr Corona, und wir stecken noch immer mittendrin. Ein Jahrestag, doch zu feiern gab und gibt es nichts. Dieser vermaledeite Virus und die mit ihm verbunden Auswirkungen auf unser Leben, das alles hat kein Fest verdient. Aber wir haben es! Wir alle, die wir allesamt trotzen und klotzen, jeden Tag aufs Neue, wo und wie wir können.
"Wollen wir am Samstag etwas besonders machen?", frage ich nun am vergangenen Jubiläumswochenende. "Ganz ehrlich?", setzt mein Mann zu einer Antwort an. "Es ist doch, als würde man Abend für Abend zum Cäptain`s Dinner eingeladen werden...!" Ich weiß, was er meint und muss auch etwas lachen. "Ja, zur Abwechslung mal was mit der Familie machen!", stimmt das ganz schön große Mädchen mit ein. Wir lachen jetzt zu dritt. Nach coronamüde kommt blöd. Eine Idee haben wir dann zwar immer noch nicht, aber ich werde nicht locker lassen. Wie es nun mal meine Art ist.
Nicht, dass wir jemals an solch einem Dinner teilgenommen haben, geschweige denn, dass wir jemals eine Kreuzfahrt machen würden, aber das Bild mit dem Schiff gefällt mir gut. Sitzen wir doch schließlich alle im gleichen Boot, die Reise dauert nur einfach schon so, so lange. Und dann dieser Wellengang. Da darf einem auch schon mal schlecht werden. Zumal das Ganze ja auch noch nicht mal persönlich gebucht war. Das ist der Punkt. Wir alle hatten andere Pläne. Möchten auch endlich wieder neue Pläne schmieden. Stattdessen warten wir ab, zeigen uns gerade irre flexibel, absolut anpassungsfähig, total multitaskingfähig, können enorm viel aushalten, und das alles schlaucht. Es schlaucht tüchtig. Uns alle. An niemandem geht dieser Virus spurlos vorbei. Ich meckere nicht. Das nützt nichts oder nur selten, ich stelle einfach fest.
Die Homeschoolingtage haben es in sich. Bedeuten sie doch, dass sowohl Kinder als auch Eltern schlichtweg nicht da sind, wo sie gerade sein sollten, wir arbeiten nicht wie und mit wem wir arbeiten sollten. Wobei ich ja gerade in der Schule bin. So sehr ich das Risiko der Ansteckung fürchte, so froh bin ich gleichzeitig über diesen kleinen Fetzen Normalität, auch wenn er sich den ganzen Schultag über hinter einer Maske versteckt und mit Mengen an Handdesinfektion regelmäßig weggespült wird.
Meiner Familie fehlt vieles: der Schulalltag fehlt, mit seinen Freund:innen, mit den Pausen, den Arbeitsgemeinschaften, mit dem Gefühl, um zehn nach eins vorerst mit der Schule fertig zu sein und die Hausaufgaben dann nach wohltuenden Hobbies zu organisieren. Es fehlt, nach einem vielleicht turbulenten Tag beim Abendessen wieder zusammenzukommen und von den Erlebnissen und Begegnungen zu erzählen. Für uns Eltern hinzukommt außerdem das nagende Gefühl, das sich schlechtes Gewissen nennt und permanent meint, nichts und niemandem hier gerade gerecht zu werden. Nicht den Kindern, nicht der Arbeit, der Familie, dem Haushalt und am wenigsten vermutlich sich selbst.
Deswegen freue ich mich mehr denn je auf die Wochenenden, meine es besonders gut mit diesen zwei Tagen, bestücke den Kühlschrank und den Vorratsraum mit lauter Leckereien, habe noch Lust zu kochen und zu backen, am liebsten in der Tat gemeinsam, möchte mir tolle Sachen für uns einfallen lassen. Und jetzt kommt das dicke ABER: Es fehlt schlichtweg die Abwechslung. Es fehlt der Raum, die Möglichkeit, sich zu vermissen, sich wieder aufeinander zu freuen. Der Alltag vor der Pandemie war ja auch durchaus gleichförmig, aber er brachte Erlebnisse, Eindrücke und den Austausch mit anderen Menschen mit sich. Keine Videokonferenz und keine Online-Ballettstunde der Welt kann das ersetzen. Punkt.
Ich wundere mich außerdem, einerseits ist so viel Zeit da, und andererseits dann doch wieder nicht ausreichend genug, um sich richtig aufeinander einzulassen, weil alle hier auch immer so vor sich hintüdeln. Spätestens an dieser Stelle blitzt dann auch bei mir wieder kurz das blöde schlechte Gewissen auf: "Los! Genießt diese intensive Zeit!" Ahhhh, mache ich doch!
Ich hoffe so sehr -in was weiß ich wie weit entfernter Zukunft- sagen zu können: Es ging uns gut. Den Umständen entsprechend gut, und wir haben das Beste daraus gemacht, auch mal und vielleicht gerade erst recht an schiefen Tagen. Ich verspreche mir, so wird es sein. Irgendwie schaffen wir es. Immer wieder. Das Geheimnis liegt vermutlich darin, immer und immer wieder den Fokus auf das Gute zu richten. Mehr kann ich gar nicht raten.
An diesem besagten Samstag haben wir es zum Glück schließlich dann auch geschafft. Die Vorräte haben wir unangetastet gelassen. Unser Captain`s Dinner bestand aus Veggieburgern und Süßkartoffelpommes vom Burgerdealer unseres Vertrauens. Mit Limo und Kiezmische haben wir angestoßen, haben Partyspiele gespielt, uns kringelig gelacht und gefeiert.
Wir haben uns gefeiert und das "Mittendrin" wieder gerade gerückt. Am Sonntag musste ich es dann abnehmen, denn die Mädels und ich haben endlich mal wieder gemeinsam gebastelt, so dass jetzt ein neuer Kranz an der Wand prangt, aber das ist eine andere Geschichte...
Wie sieht es gerade bei dir aus? Schieflage? Oder alles im Lot?
Herzlichst
Goldi
Freitag, 12. März 2021
Bunte Hasenparade

Dienstag, 12. Januar 2021
#stayhome - Eine kompakte Erinnerung
Tippen Sie hier, um mit dem Komponieren zu beginnen ...
Sonntag, 10. Januar 2021
Punkt für Punkt - Mein Bullet Journal
Oder gerne auch mal eine Rezeptzeichnung.



































