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Montag, 15. März 2021

Mittendrin


Ganz (schön) schief. Ein Jahr Corona, und wir stecken noch immer mittendrin. Ein Jahrestag, doch zu feiern gab und gibt es nichts. Dieser vermaledeite Virus und die mit ihm verbunden Auswirkungen auf unser Leben, das alles hat kein Fest verdient. Aber wir haben es! Wir alle, die wir allesamt trotzen und klotzen, jeden Tag aufs Neue, wo und wie wir können. 

"Wollen wir am Samstag etwas besonders machen?", frage ich nun am vergangenen Jubiläumswochenende. "Ganz ehrlich?", setzt mein Mann zu einer Antwort an. "Es ist doch, als würde man Abend für Abend zum Cäptain`s Dinner eingeladen werden...!" Ich weiß, was er meint und muss auch etwas lachen. "Ja, zur Abwechslung mal was mit der Familie machen!", stimmt das ganz schön große Mädchen mit ein. Wir lachen jetzt zu dritt. Nach coronamüde kommt blöd. Eine Idee haben wir dann zwar immer noch nicht, aber ich werde nicht locker lassen. Wie es nun mal meine Art ist.

Nicht, dass wir jemals an solch einem Dinner teilgenommen haben, geschweige denn, dass wir jemals eine Kreuzfahrt machen würden, aber das Bild mit dem Schiff gefällt mir gut. Sitzen wir doch schließlich alle im gleichen Boot, die Reise dauert nur einfach schon so, so lange. Und dann dieser Wellengang. Da darf  einem auch schon mal schlecht werden. Zumal das Ganze ja auch noch nicht mal persönlich gebucht war. Das ist der Punkt. Wir alle hatten andere Pläne. Möchten auch endlich wieder neue Pläne schmieden. Stattdessen warten wir ab, zeigen uns gerade irre flexibel, absolut anpassungsfähig, total multitaskingfähig, können enorm viel aushalten, und das alles schlaucht. Es schlaucht tüchtig. Uns alle. An niemandem geht dieser Virus spurlos vorbei. Ich meckere nicht. Das nützt nichts oder nur selten, ich stelle einfach fest. 



Die Homeschoolingtage haben es in sich. Bedeuten sie doch, dass sowohl Kinder als auch Eltern schlichtweg nicht da sind, wo sie gerade sein sollten, wir arbeiten nicht wie und mit wem wir arbeiten sollten. Wobei ich ja gerade in der Schule bin. So sehr ich das Risiko der Ansteckung fürchte, so froh bin ich gleichzeitig über diesen kleinen Fetzen Normalität, auch wenn er sich den ganzen Schultag über hinter einer Maske versteckt und mit Mengen an Handdesinfektion regelmäßig weggespült wird.

Meiner Familie fehlt vieles: der Schulalltag fehlt, mit seinen Freund:innen, mit den Pausen, den Arbeitsgemeinschaften, mit dem Gefühl, um zehn nach eins vorerst mit der Schule fertig zu sein und die Hausaufgaben dann nach wohltuenden Hobbies zu organisieren. Es fehlt, nach einem vielleicht turbulenten Tag beim Abendessen wieder zusammenzukommen und von den Erlebnissen und Begegnungen zu erzählen.  Für uns Eltern hinzukommt außerdem das nagende Gefühl, das sich schlechtes Gewissen nennt und permanent meint, nichts und niemandem hier gerade gerecht zu werden. Nicht den Kindern, nicht der Arbeit, der Familie, dem Haushalt und am wenigsten vermutlich sich selbst. 

Deswegen freue ich mich mehr denn je auf die Wochenenden, meine es besonders gut mit diesen zwei Tagen, bestücke den Kühlschrank und den Vorratsraum mit lauter Leckereien, habe noch Lust zu kochen und zu backen, am liebsten in der Tat gemeinsam, möchte mir tolle Sachen für uns einfallen lassen. Und jetzt kommt das dicke ABER: Es fehlt schlichtweg die Abwechslung. Es fehlt der Raum, die Möglichkeit, sich zu vermissen, sich wieder aufeinander zu freuen. Der Alltag vor der Pandemie war ja auch durchaus gleichförmig, aber er brachte Erlebnisse, Eindrücke und den Austausch mit anderen Menschen mit sich. Keine Videokonferenz und keine Online-Ballettstunde der Welt kann das ersetzen. Punkt. 

Ich wundere mich außerdem, einerseits ist so viel Zeit da, und andererseits dann doch wieder nicht ausreichend genug, um sich richtig aufeinander einzulassen, weil alle hier auch immer so vor sich hintüdeln. Spätestens an dieser Stelle blitzt dann auch bei mir wieder kurz das blöde schlechte Gewissen auf: "Los! Genießt diese intensive Zeit!" Ahhhh, mache ich doch! 

Ich hoffe so sehr -in was weiß ich wie weit entfernter Zukunft- sagen zu können: Es ging uns gut. Den Umständen entsprechend gut, und wir haben das Beste daraus gemacht, auch mal und vielleicht gerade erst recht an schiefen Tagen. Ich verspreche mir, so wird es sein. Irgendwie schaffen wir es. Immer wieder. Das Geheimnis liegt vermutlich darin, immer und immer wieder den Fokus auf das Gute zu richten. Mehr kann ich gar nicht raten.



An diesem besagten Samstag haben wir es zum Glück schließlich dann auch geschafft. Die Vorräte haben wir unangetastet gelassen. Unser Captain`s Dinner bestand aus Veggieburgern und Süßkartoffelpommes vom Burgerdealer unseres Vertrauens. Mit Limo und Kiezmische haben wir angestoßen, haben Partyspiele gespielt, uns kringelig gelacht und gefeiert.



Wir haben uns gefeiert und das "Mittendrin" wieder gerade gerückt. Am Sonntag musste ich es dann abnehmen, denn die Mädels und ich haben endlich mal wieder gemeinsam gebastelt, so dass jetzt ein neuer Kranz an der Wand prangt, aber das ist eine andere Geschichte...

Wie sieht es gerade bei dir aus? Schieflage? Oder alles im Lot?

Herzlichst

Goldi

Dienstag, 12. Januar 2021

#stayhome - Eine kompakte Erinnerung

Stay home bedeutet: Abends aus der bequemen Leggings zu steigen, um noch mal kurz in die Muckelhose zu schlüpfen. Es bedeutet außerdem: Eigene Strukturen zu erschaffen, für mehr Gemütlichkeit den leuchtenden Stern doch noch hängen zu lassen, Homeschoolingschnittchen zu schmieren und tüchtig und viel zu Hause zu lernen,  mir von eigenen SchülerInnen via Videokonferenz vorlesen zu lassen, täglich der liebgewonnenen Yogapraxis nachzugehen, noch mehr zu kochen und zu backen und außerdem, dass der Einkauf der einzige Sozialkontakt ist, langfristige Schnitzprojekte, keine Freunde treffen, dafür mit ihnen per facetime zu telefonieren, häkeln, stricken, tralala, online Ballett- und Klavierunterricht, Rollentraining, immer einen Ticken zu spät schlafen zu gehen und eben viel viel wertvolle Zeit zu fünft. Ich habe das Gefühl, in keiner meiner bisherigen Lebensphasen hatte ich so sehr den Gedanken: Wow, das wird eine intensive Erinnerung werden. Ob es daran liegt, dass wirklich alle Menschen gerade diese Erfahrung machen, wenn auch höchst individuell? Ich bin unsagbar dankbar, dass ich mehr Striche auf der positiven Erinnerungsseite verbuchen kann. Das muss ich nicht betonen. Meine Gedanken sind oft bei denen, die es richtig schwer getroffen hat und noch immer trifft. Und derer gibt es viele. Viele auf unterschiedlichste Weise. 
Ich nehme an, vom Alter unserer Kinder her hätte es auch vermutlich keinen besseren Zeitpunkt für diese Erfahrung als den jetzigen geben können. Mit ihren 13, 10 und 9 Jahren mögen sie alle noch gerne zusammen Zeit verbringen, sie haben gemeinsame Ideen, wir können sie mit gleichen Büchern zum Vorlesen, Spielen, Filmen, Ausflügen in den Wald und Familienevents begeistern. Wer weiß, vielleicht wäre es zu einem anderen Zeitpunkt auch gegangen. Aber es ist immer alles jetzt. Und so lebt es sich für uns dann auch gut.   
Als es im vergangenen März zum ersten Lockdown kam, habe ich in den ersten vierzehn Tagen täglich notiert, was wir gemacht haben, wie wir unsere Tage unter dem "Alles wird gut Regenbogen" zu Hause verbracht haben. Dann kamen die Osterferien, ach, und danach, so dachte ich, geht alles normal weiter. Da war der Wunsch wohl der Vater dieses absolut naiven Gedankens. Nun, wir befinden uns mitten im zweiten Lockdown. Dafür packen wir es gut. Schon wieder und immer noch. Und doch sehnen auch wir unseren Alltag herbei. An diese verrückte Zeit möchte ich mich aber dennoch erinnern. Und es wird eine gute Erinnerung sein, wenn ich meine kompakte Zusammenfassung betrachte. Ich wiederhole mich: Was für ein Glück. Mein Beitrag für 12 von 12 im Januar

Wirst du gute Erinnerungen haben?

GOLDI








Tippen Sie hier, um mit dem Komponieren zu beginnen ...

Sonntag, 10. Januar 2021

Punkt für Punkt - Mein Bullet Journal

Hallo, 2021! Ich bin bereit! Bereit für deine kleinen, mittelgroßen und großen Abenteuer. Was auch immer kommen mag, dein Vorgängerjahr hatte es ja in sich. Ich fühle mich also vorbereitet. 
Ein treuer Begleiter in meinem bunten Familienalltag als arbeitende Mutter mit drei Kindern ist mein Bullet Journal. Dieses hier ist nun schon das dritte seiner Art. Pünktlich zum Jahresbeginn liegt also ein Blankoplaner vor mir, der jetzt gefüllt werden will. Gefüllt, mit prallem Leben. Ein Leben, das ich überschauen möchte. Und dieses Buch, so simpel es ist, hilft mir, mich und mein Drumherum zu organisieren.  
Mit den Zielen für das neue Jahr wollte ich jetzt beginnen, Punkt für Punkt. Bullet heißt nämlich Punkt. Das Buch ist also im Grunde eine Ansammlung an Punkten. Punkte verschiedener Art: zu erledigende Punkte, an zu denkende Punkte, zu verschenkende Punkte, zu kochende Punkte, Punkte, Punkte, Punkte. 
Weil das Interesse auf Instagram daran nun so groß war, und viele Frauen mich fragten, wie das genau funktioniert, habe ich mich spontan entschlossen, einen kleinen Einblick in mein letztes Bullet Journal zu geben. 
Ich freue mich also, mit diesem Beitrag wieder hier zu starten und euch weiterhin zu inspirieren. 

Schön, dass ihr hier seid!
GOLDI


Eine Flut an Zetteln mit lauter to do´s, Notizen und Erinnerungen brachte mich vor zweieinhalb Jahren zum Bullet Journal. Ich verzettelte mich wahrlich. Einige Dinge wurden erledigt, andere noch nicht, weitere Zettel kamen dazu, während andere noch nicht abgearbeitet waren. Das wollte ich so nicht mehr länger. Stattdessen wollte ich alles bündeln. Das ging auch nicht auf Anhieb, ich wusste nicht gleich, wie und womit ich anfangen sollte. Brauchte ich ein Kalendarium? Ziele? Immerwährende Aufgaben? 


Ich habe dann einfach angefangen. Auch jetzt ist es aber immer wieder spannend, loszulegen.


Mittlerweile weiß ich genau, welche Seiten, welche Übersichten ich benötige.  Eine Übersicht der Zeichen, die ich verwende gibt es immer am Anfang auf der "key"-Seite. 
Im Prinzip kann man es aber auch ausschließlich mit Punkten machen. Erledige ich ihn, kreuze ich den Punkt an, verschiebe ich ihn, versehe ich ihn mit einem Pfeil. So geht nichts verloren. Wenn ich einen Punkt immer und immer wieder aufschiebe, denke ich dann darüber nach, warum das so ist.


Eine Jahresübersicht am Anfang hat sich durchaus bewährt. Dort kann ich Reisen oder Geburtstage, Einladungen, sowie andere langfristige Pläne eintragen.


Dann zeichne ich  Monat für Monat eine Seite. Zunächst hatte ich mir für dieses Bujo überlegt, das schon vorweg für alle zwölf Monate zu gestalten, aber dann würde mir tatsächlich eine Beschäftigung fehlen. Es macht nämlich viel Spaß, die Seite zu Beginn eines jeden Monats passend zu gestalten. Damit beantworte ich auch schon die Frage, wann ich das eigentlich mache. Immer dann, wenn es passt. Mal, bevor alle hier zu Hause aufstehen, mal abends auf dem Sofa oder einfach mal zwischendurch. Und immer immer ohne den Anspruch auf Perfektionismus. Ich suche selber doodles zu bestimmten Themen oder lasse mich von anderen Bujos inspirieren. So ist das zu einer sehr liebgewonnenen Freizeitbeschäftigung für mich geworden, die ich überall ganz unkompliziert zur Hand nehmen kann. Schön, wenn ich auch mal wieder damit in einem Café sitzen kann.


Die wöchentliche Seite hat sich auch sehr bewährt. Unten auf die Seite schreibe ich gerne noch die Dinge, die ich in der Stadt zu besorgen oder erledigen habe. Statt eines Einkaufszettels fotografiere ich mir das dann ab.


Zwischendrin gibt es immer mal einen Spruch oder auch Zeichnungen. 


Im letzten Bujo habe ich mir auch eine Seite angelegt mit der Überschrift: Ups, ich sollte dringend mal wieder... Die habe ich letztlich sträflich vernachlässigt, überlege sie aber wieder aufzunehmen. 


Die Essensplanung findet auch oft Platz auf diesen Seiten.

Oder gerne auch mal eine Rezeptzeichnung.

 



Geburtstagsfeierideen werden auf diese Weise gesammelt.


Was wir im Haus zu tun haben schreibe ich ebenfalls auf.


Hin und wieder müssen alle mal mit anfassen. Den Putzplan habe ich also mit der ganzen Familie ausgetüftelt. 



Wenn Ferien anstehen, überlegen wir uns gerne gemeinsam, was unsere Pläne sind.



Insbesondere im Urlaub zeichne ich auch gerne besonders wertvolle Momente. 


Oder eines der Kinder darf zeichnen. Dann gebe ich hin und wieder das Heft auch mal aus der Hand.


Jede Notiz, jede Zeichnung und mag sie auch noch so schief und unperfekt sein, ist eine wundervolle Erinnerung. So wie diese: Ein Weihnachtsmarkt mit lieben Freunden bei uns im Garten.


Ja, pünktlich zum Jahresende nun waren die Seiten gefüllt, das Jahr 2020 abgeschlossen. Verrückt war es, aber offensichtlich schön. Gemeinsam mit allen anderen Erinnerungen aus diesem Jahr wandert das Buch nun auf den Dachboden. Mit einer dicken Schleife drum. Ein Schatz, der ein wundervolles Abbild unseres Lebens gibt, für das ich so dankbar bin.

Freitag, 6. November 2020

Einer muss auch das Ende vom Baguette essen


"Ja, mein Kind, einer muss schließlich auch das Ende vom Baguette essen!" Wie einfach das Leben sein kann, wenn es um Fragen wie diese geht. Wenn nur gerangelt wird, wen man zuerst eingecremt und wer demnach als erstes am Pool ist, wer wie lange mit dem Stand Up Board paddeln darf und wer das letzte Schokocroissant bekommt. Wie leicht unsere zwei Frankreichwochen im Sommer für uns waren, und wie gut wir daran getan haben, dass wir uns eben diese Leichtigkeit nicht haben nehmen lassen. Ein Sommer zu Hause ist mit Sicherheit auch schön, aber besonders schön ist es doch, wenn man wieder zurückkommt. Zurück aus einem anderen Land, mit einem Geschmack von Croissants und frisch gepflückten Pfirsichen auf der Zunge, mit Sand vom Flussufer der Ardéche in den Schuhen, dem umwerfenden Geruch von Lavendel in der Nase, auf der sich unzählige neue Sommersprossen eingefunden haben. Wir haben wirklich lange hin und her überlegt, wie ist die Lage, können wir es wagen, bringen wir uns oder andere in Coronagefahr? Wenn wir im Sommer zu Hause bleiben, so dachten wir,  den Herbsturlaub an der holländischen Nordsee, den haben wir dann doch sicher. Von wegen, nichts ist sicher. Das weiß ich heute schon wieder ein wenig besser als noch vor ein paar Monaten. Um so glücklicher bin ich, dass wir dann doch gefahren sind. 
1200 Kilometer von unserem Zuhause entfernt haben wir ganz für uns und mit wahrlich viel Abstand zu allem und jedem die nördliche Region der Ardéche kennen- und lieben gelernt. Sonne, Berge, Natur, Wasser. Eine Landschaft die all unseren Sommerbedürfnissen so sehr gerecht wurde. Ich habe mal gelesen, das Reiseziel sei kein Ort, vielmehr sei es eine Art, die Dinge -und vermutlich auch sich selbst an diesem Ort- neu zu betrachten. Diese Eindrücke, diese Urlaubswochen sind es doch, die uns jene einzigartigen Sommererinnerungen bescheren, die unsere Herzalben füllen. Die haben wir sicher. Und genau darin möchte ich nun ein wenig blättern, möchte ganz einfach kurz noch mal abtauchen, bevor wir uns nun wieder zurückziehen, bevor es endgültig herbstlichwinterlichwomöglichweihnachtlichgemütlich wird. Ich freue mich, wenn du mitblätterst!

Herzliche Grüße
Goldi



Sonntag, 19. Januar 2020

Hier ist Platz!



Ich blicke so durch den Raum und denke: Wir haben uns gut eingerichtet hier. In diesem schönen alten Haus, aber mehr noch in unserem Leben. Ein Schnappschuss im wohlig warmen Zuhauselicht:  Eine bunte Sammlung mit puscheligem Gras, ein aufgepimtes Eisdielenretrorennrad und ein Berg Bausteine. Hier ist Platz für alle, für alles. Platz für meinen Tüdeldekokochundbastelkrams und für eben all die Dinge, die mich als Mutter ausmachen, Platz für die Fahrradleidenschaft des Mannes, mit der er mindestens zwei Kinder angesteckt hat, Platz für die Bedürfnisse, Hobbies und Leidenschaften und das zugehörige Spielzeug der Kinder. Wir haben uns gut eingerichtet in unserem Leben als Mutter und Vater, als Familie mit drei Kindern, als berufstätige Eltern, als Paar und eben auch jeder für sich. Das gelingt nicht immer gleich gut und ist bestimmt auch nicht immer leicht. Sich und den anderen den "Platz" einzuräumen, darin liegt wohl das Geheimnis, damit jeder einzelne zufrieden und alle gemeinsam familienglücklich sind. Dabei geht es kaum darum, mit dem Maßband stets genau zu überprüfen, dass alle und immer den gleich großen "Platz" zur Verfügung haben. Das geht nicht auf, das strengt an, reibt auf. Dafür gibt es oft Überschneidungen, Freiräume werden geteilt, "Platz" wird abgetreten, mal selbstverständlich, mal weniger freiwillig. Meist werden alle Meinungen angehört, respektiert und entsprechend gehandelt. Die Generation Eltern, mit denen ich in einer Blase lebe, schätze ich so ein, dass unseren Kindern sehr sehr viel Gehör und Mitspracherecht eingeräumt wird. Dabei sind es nicht selten die Kinder selbst untereinander,  die sich das Leben schwer machen, denen es nicht immer gleichermaßen leicht fällt, mal "Platz" zu machen. Wir Eltern sind per Natur da ja schon sehr kompromissbereit. Das ist sicher auch eine Grundvoraussetzung beim Elternwerden und -sein. Wir müssen vollkommen flexibel und annäherungsfähig sein.

Dabei wiegen wir hier nicht die Wäschewannen und Einkaufskörbe mit Lebensmitteln, die Autodinge, die Reparaturen im oder am Haus oder wer-wann-wie-oft gekocht und den Sohn zum Fußball gebracht oder klar Schiff in der Küche gemacht und gestaubsaugt hat gegeneinander auf. Ich schätze mich glücklich, dass ich viele dieser Mamadinge als meine tiefsten Bedürfnisse empfinde. Damit meine ich natürlich nicht das Waschen der Wäsche, Staubsaugen oder Putzen. Darauf könnte ich schon mal verzichten. Nicht aber auf das Kochen für das gemeinsame Essen, das Vorlesen, die Gesellschaftsspiele, die Ausflüge, das Basteln, das Sofakino, den Stadtbummel mit Cafébesuch, die gemeinsamen Urlaube, ach, das alles und noch so viel mehr, das "Zuhauseschaffen" eben! Und das leben und lieben wir hier zu gleichen Teilen und jeder auf seine Weise. 

Goldi


Sonntag, 12. Mai 2019

Da ist der Wurm drin im Muttertag

Kann denn das sein, ausgerechnet heute?! Ja, so etwas soll vorkommen. Das ist diesen winzigen Würmern, die versuchen, sich mit ihren stetigen kleinen Zankereien, Kabbeleien, Meckereien und Unzufriedenheiten in den Tag zu bohren und ihn zu verdrehen ganz gleich, dass heute Muttertag im Kalender steht. Mir ja auch. Irgendwie finde ich es auch ganz drollig, dass dieses miesepetrige Ungeziefer gerade heute da war. Das macht es auch fast schon wieder lustig, und ich nehme es leichter. Vielleicht fühlte ich mich heute insbesondere von den Mädchen auch einfach nicht so sehr gebraucht, stattdessen mehr gezankt. Achtung! Mamafalle! Achtung! Sie werden größer! Zu spät gemerkt, zu spät die Gelassenheitsreißleine gezogen. Ganz gleich aber, wie viel Mühe es sich gegeben und mich am Muttertag  auch zugegebenermaßen etwas mamamüde gemacht hat, so betrachte ich die Bilder des Tages und sehe viele schöne Momente, die letztlich so viel schwerer wiegen, und mir immer immer wieder das gute Gefühl geben, eine glückliche Mama zu sein.  Das Leben hat es gut mit mir, gut mit uns gemeint, und das gleich dreifach. Drei Wünsche, und sie wurden uns erfüllt. Dafür bin ich jeden Tag unbeschreiblich dankbar. Ich liebe es, Mama zu sein, die Mama dieser drei Kinder zu sein. Und auch wenn ich eine müde Mama heute Abend war, habe ich meinen Kindern gesagt, dass ich sie lieb habe und wann ganz besonders. Wann ich den gar nicht mehr so kleinen Mann wohl besonders lieb hatte, ist leicht zu erraten, oder? Ich freue mich, das du gucken kommst.

Herzlichst
Goldi


Dieser Blick. Der geht direkt in mein Herz und pinnt sich dort samt Blume neben all die anderen Erinnerungen an meine Mamatapete. 



Dienstag, 2. April 2019

Ganz normale Tage oder Vom Überblick behalten




Schnell noch den Teig kneten, zum Gehen auf die Heizung stellen und selbst zum Tanzen verschwinden. Hier ist sowas völlig normal.  Eine liebe Tanzpartnerin allerdings brachte meine Essensplanung neulich sehr zum Staunen: "Du bist so organisiert!" Das wiederum brachte mich zum Schmunzeln, zum Nicken, zum Nachdenken, zum Schreiben, ja, und vielleicht zum Tippsgeben.


Wie stand es neulich in meinem Kalender: Der normale Tag. Er ist der wichtigste von allen Tagen, wenn du es mal rückblickend betrachtest. Ja, so ist es wohl. Im Grunde liebe ich jeden einzelnen Tag der Woche auf seine Weise. Ich mag dieses geschäftige Treiben, wenn alle fünf jeweils ihren Hobbies, der Arbeit oder dem Haushalt nachgehen, und wenn spätestens zum Abendessen alle wieder eintrudeln. Ich mag mal Ballett- oder Fußballshuttle sein, gewöhne mich aber auch zunehmend mehr an den Gedanken, kurzzeitig mal alleine für mich zu sein. Es kommt dann vor, dass ich tagsüber sogar schon mal an den Schreibtisch kann und/ oder die Wäscheberge nicht erst am Abend bewältige oder tatsächlich ein bisschen zeichne, lese oder stricke. 
"Oh, Mama, ich freue mich auf das Donnerstagsgefühl, wenn wir in der Mensa essen gehen! So hat jeder Tag seine besondere Atmosphäre, und ich glaube, ich könnte spüren, welcher Tag ist. Hast du Lieblingstage? Freitag ist so ein Lieblingstag: Am Vormittag wirbel ich durch das Haus, sitze am Schreibtisch und flitze noch mal durch die Stadt. Vorzugsweise besorge ich Geschenke, eines der Kinder ist immer irgendwo zum Geburtstag eingeladen oder einer von uns wird ein Jahr älter. Ich gönne mir dann mindestens einen Cappucchino mit einem Birchermüsli und ein paar frische Blumen. Zum Kochen bleibt dann immer wenig Zeit, uns reicht dann ein kleiner Imbiss an der Durchreiche, und wir freuen uns um so mehr auf ein Sofasausenessen. Das bereite ich wie oben beschrieben vor,  schnappe mir meine Tanztasche, und wenn ich zurückkomme, springe ich nur noch unter die Dusche und von da aus in die Muckelhose, um zum gemütlichen Teil des Abends übergehen zu können. 
Allen Tagen gemeinsam ist, dass wohl jeder einzelne (mehr oder weniger) gut organisiert ist. Diese Organisation liegt mir irgendwie im Blut, man könnte sagen, sie ist pathologisch und gepaart mit absolutem Tatendrang. Ich habe mich daran gewöhnt (mein Mann auch), und ich rede mir ein, ich könnte schlechtere Eigenschaften haben. Diese Struktur gibt mir und der Familie auf jeden Fall viel Sicherheit und großen Halt. Trotz oder vielleicht gerade wegen der Planung ist immer genau der nötige Freiraum da, um abzuweichen. 
Vielleicht interessiert es dich ja, was mir hilft, mich zu organisieren? Oder noch besser, was hast du für Empfehlungen?!

TIPP 1
Seit einiger Zeit ist mein Bulletjournal mein treuer Begleiter und hilft mir sehr, mich und unser Familienleben zu organisieren. Zunächst hatte ich Scheu, anzufangen, wusste nicht so recht, wie die Struktur meines persönlichen Kalenders sein könnte. Doch die kam dann von ganz alleine und verändert und entwickelt sich auch stetig. Viele kreative Anregungen dazu habe ich gefunden und habe mich vielfältig inspirieren lassen: Jahresübersicht, Monats- und Wochenplanung, Einkäufe, Filmwünsche, Geschenkelisten, Hausarbeiten, Urlaubsplanungen... Es macht mir viel Freude, in dieses wahrhaftige Alltagebuch zu schreiben und zu zeichnen. Es ist ein wunderbarer Zeitvertreib, wenn mal zu wenig Zeit ist, um etwas  Größeres in Angriff zu nehmen und zu viel Zeit, um nichts zu tun. Auf diese Weise wirke ich einer Zettelwirtschaft entgegen und bündel all die losen Enden.




Ich notiere mir wöchentliche to Do´s, und schreibe auf, was ich in der Stadt besorgen möchte. Wenn ich etwas erledigt habe, kreuze ich den Punkt an, wenn ich etwas verschiebe, markiere ich den Punkt mit einem Pfeil.  Von den Besorgungen mache ich mir übrigens ein Foto. Es sei denn, ich habe bei meinem Gang durch die Stadt noch so viel Zeit, dass ich beim Cappucchino in mein BuJo schreiben kann, dann nehme ich es natürlich mit.



Auf einer anderen Seite halte ich fest, was uns der gesamte Monat so bringt.


Die Geburtstagsseiten machen mir immer besonders viel Freude.





TIPP 2
Die Mahlzeiten plane ich für sieben Tage und gehe einmal in der Woche zum Einkaufen. Ich habe einen Einkaufszettel entworfen, auf dem ich einfach nur Kreuze machen muss. Ja, das ist ein großer Einkauf! Für die kleinen Leckereien gehen wir am Samstag dann auch gerne noch mal alle zusammen zum Markt.



TIPP 3
Für die Schulsachen der Kinder habe ich immer ein paar Hefte, Mappen, Pinsel, Stifte und Radiergummis auf Vorrat.




TIPP4
Auch Erlebtes will organisiert sein. All die Einladungen, Eintrittskarten und kleinen Briefe der 365 Tage kommen in diese Kiste. Am Ende mache ich dann eine dicke Schleife um das Jahr und lege es zu den anderen in die Erinnerungskiste. 



TIPP 5
Abgelegte Kleidung und ausrangiertes Spielzeug sortiere ich gleich dreifach: Secondhand/ Flohmarkt, Spende und Erinnerungskiste. So gelingt das Ausmisten ganz wunderbar.



TIPP 6
Seit ein paar Jahren gestalten ich Fotobücher. Ich lade alle Bilder vom Smartphone in regelmäßigen Abständen auf den Laptop, sortiere sie dort nach Jahren und Monaten. Von da aus gestalte ich dann pro Jahreszeit ein Album, und meist kommt noch ein Urlaubsbuch dazu. Mit dieser Archivierung komme ich ganz gut zurecht. 




Nicht selten wartet hier also ein Hefeteig oder etwas anderes Gerührtes darauf, weiter verarbeitet zu werden, während wir noch etwas anderes machen. Gemüse wird gerne schon mal morgens geschnibbelt, bevor es abends zur Suppe zubereitet wird. Es werden so viele Pellkartoffeln gekocht, damit es am nächsten Tag ruckizucki Bratkartoffeln geben kann, weil wir zeitgleich mit den Kindern nach Hause kommen. Päckchen wollen geschnürt, gelagert oder verschenkt werden. Kinder wollen von A nach B gebracht werden, oder sind schon selbstständig unterwegs. Das alles ist tatsächlich eine Frage der Organisation, eine Frage des Überblickbehaltens, und auch irgendwie eine Geschmacksfrage. Mir schmeckt`s, und darüber bin ich auch sehr froh. Ich mag dieses workingmom- Ding, habe meist genug Antrieb und Schwung und das Wichtigste: Ich liebe was ich tue. (Fast) alles, an  (fast) jedem Tag! Yummy!

Eure Goldi











Dienstag, 12. März 2019

12 plus 2

Der Geschirrspüler ist ausgeräumt, alle Müslischüsseln leer geputzt, die Brotdosen und Trinkflaschen stehen parat, alle Betten sind gemacht, die Kinder haben sich geschniegelt und gestriegelt und unsere Schultaschen sind gepackt. Ich schnappe mir schnell noch das Körbchen zum Frühlingsuchen und los geht`s zur Arbeit. Wenn du Lust hast, mich ein bisschen durch den Tag zu begleiten, hier kommt mein Beitrag für 12 von 12 im März!

Gruß Goldi


Dienstag, 12. Februar 2019

Ganz schön alltäglich!

Ein ganz alltäglicher Dienstag: Aufstehen, frühstücken, Schule für uns fünf, alle trudeln ein, trudeln wieder aus, zwei spielen, eine tanzt, einer fährt Rad, eine bearbeitet das Fotobuch. Ich muss ja mal sagen, früher wurde hier viel viel mehr gebastelt. Das fehlt mir auch schon sehr. Alleine was prickeln, das mag ich aber auch nicht. Bin auch gerade zugegebenermaßen ganz froh, dass im Haus nicht so viel rumbaumelt. Hmmm, ich warte mal ab, vielleicht küsst mich bald die Frühlingsbastelmuse. Derweil nähe ich mir zwei Kissenhüllen. Ah, die könnte ich ja noch bemalen, oder bedrucken, oder besticken. Siehste, ein zarter Hauch eines DIY-Küsschens. Am Abend essen dann wieder alle zusammen, und wir reden gaaaanz lange über Freundschaft. Hach, ganz schön alltäglich! 

Ich freue mich, dass du gucken kommst!

GOLDI

So hört sich unser Morgen an.


Donnerstag, 20. Dezember 2018

Memo an mich selbst





Dieser Post ist eine kleine Notiz an mich selbst. Ein wahrhaftiger Denkzettel. Wenn  nämlich im Dezember, der ja seines Zeichens der gemütlichste aller Monate ist, mal wieder in mir der geringste Zweifel aufkommen sollte, es fehle uns hier an Weihnachtsstimmung oder gar an Gemütlichkeit, dann werde ich mir diesen einen kurzen Liebesapfelmoment in Erinnerung rufen. 


Ich werde mich daran erinnern, dass wir den Tag über alleine mit dem Sohn unterwegs waren.  Während sich die Mädels in Hannover auf den ersten Platz getanzt haben, hielten wir in der BMX-Halle bei den großartigen Stunts den Atem an.




Wir sind durch die Stadt gebummelt, haben ein Carrera-Autorennen besucht, eine Limo getrunken und ´nen belegten Bagel gegessen, jeder einen, mal ohne zu teilen. 




Die Zeit zu dritt war wirklich schön, an der rechten Hand den Papa, die Mama an der linken Hand. Aber selbst für "Engelchen flieg" ist auch ein T. nun doch schon fast zu groß. Außerdem brauchten wir zwischendurch unsere Daumen, um tüchtig zu drücken. Gerade hatte uns die Gewinnerinnennachricht erreicht, kamen wir an einer süßen Bude vorbei. Klar, dass wir prompt diese Liebesäpfel kaufen mussten, ein gelungener Willkommensgruß. Zu Hause habe ich rasch eine Lichterkette drumherum gewickelt, und der Empfang war perfekt. Während ich nun so an der Durchreiche stand und Pizza zubereitete, fiel mein Blick auf diese leuchtende Nascherei, um die der Bruder schon einige Zeit gespannt herumschlich und auf seine Schwestern wartete, die er zugegebenermaßen auch schon  ziemlich vermisste. Da wurde mir ganz plötzlich ganz warm um´s Herz, als hätte jemand den Heizungsregler höher gestellt: Ist das gemütlich! So wohlig warm gemütlich, an einem ganz gewöhnlichen Samstag. Die Mädchen würden sich sicher freuen! Freuen, zu uns nach Hause zu kommen, wo sie so herzlich empfangen werden; wo wir gleichermaßen stolz auf alle drei sind;  wo wir alle drei bewundern, dafür, dass sie so sind, wie sie sind; wo wir ihnen täglich sagen, wie lieb wir sie haben; wo wir so gut es geht zuhören und uns so viel Mühe wie möglich geben, eine schöne Zeit zu haben. Und die haben wir! Eben nicht nur im Dezember. Ich weiß, es gab unzählige Weihnachtsmomente im Frühling, Sommer und auch im Herbst. Meine Instagramaccount ist voll davon. Ob es das erste Frühstück auf der Veranda im März war, eingemuckelt in eine kuschelige Decke, mit jeder Menge Vorfreude auf den Sommer... 




... oder dieser eine Tag am Badesee, der uns vorkam, wie ein weiterer Sommerurlaub.



Oder dieser eine Abend, an dem wir uns über den ersten herbstlichen Kerzenschein freuten, geschmierte Stullen gegessen und über den Tag geplaudert haben. 




Mein Mann sagte gleich: "Schreib dir das auf!" Tatsächlich habe ich mir einen dicken Tagebucheintrag gemacht. Ich kann nicht immer und um alles eine Lichterkette wickeln, gut so, wäre auch megakitschig. Ich denke, vielleicht ist der Anspruch, den wir Mütter an uns haben, das ganze Jahr über so hoch, dass es mitunter schwer ist, diesen im Dezember noch zu toppen. Aber: Das müssen wir auch nicht. Für mehr Lichterkettenmomente das ganze Jahr über! 

Das will ich mir merken! Momente, die mein Herz erwärmen, mal liebesapfelsüß, mal einfach schön und unaufwendig, sie gibt es das ganze Jahr über. Ich muss sie nur sehen und vor allem spüren! Das werden wir jetzt auch. Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Herzlichst
Goldi



Freitag, 14. Dezember 2018

Weihnachtsmäuschen

Unser Weihnachten: Rot soll es sein in diesem Jahr, klassisch, herzlich rot! Gemütlich und ruhig außerdem, turbulent und hektisch zugleich. So wie eigentlich immer hier. Nur mit einer gehörigen Portion Weihnachtsglitzer und Zimt oben drauf. Vielleicht magst du ein bisschen Weihnachtsmäuschen spielen und dazu noch eine DIY-Idee bekommen?
Dann bist du herzlich willkommen!

Goldi


In der Woche vor dem ersten Advent bekommt unser Haus immer sein weihnachtliches Gewand. Die Winterkisten kommen aus dem Keller und der Kunstschnee verteilt sich auf all unseren Etagen. 


Das Dalapferd haben wir schon vor zwei Jahren gemalt und wird noch immer gerne weiter verziert. So macht man das doch mit Dalapferden in der dunklen, kalten Jahreszeit, oder? 


Das Mustermalen ist äußerst meditativ. Wer kann schließlich im Dezember keine Entspannung vertragen? Vielleicht probierst du es auch mal aus.



Seit nunmehr zehn Jahren bekomme ich am 24. Dezember eine neue Weihnachtskugel. Auf die freue ich mich immer ganz besonders. Fast in jedem Fenster hängt solch ein für mich kostbares Schätzchen und wartet auf die neue Kugel.
Unser Haus ist dezent geschmückt, würde ich meinen. Darauf antwortet mein geliebter Mann: "Wenn es nicht dezent wäre, hättest du die Wände mit Lametta tapeziert!" Du siehst, wir sind voll in Weihnachtsstimmung.




Eine andere Kiste wird auch schon immer sehnsüchtig erwartet: Jene mit den Weihnachtsbüchern. Nicht nur wegen der Lektüre, auch, weil in ihr dieser singende Elch steckt. Er stand eines Tages vor unserer Tür und hat sich direkt in das Herz der Kinder gesungen. Die Buchsammlung wird immer um ein neues Exemplar erweitert. In diesem Jahr ausnahmsweise sogar mal um zwei. Längst ziehen nämlich nicht mehr alle Bücher ins Wohnzimmer ein.(Daran sehe ich immer, wie groß unsere drei werden!!!)Wer will hier schließlich noch etwas von Leo Lausemaus wissen?;-) Deshalb gab es jetzt "Alles ganz wunderbar weihnachtlich" und außerdem ein spannendes Winterbuch für ganz viele kuschelige Vorlesemomente. Arm in Arm und Fuß an Fuß zu fünft plus Kater auf dem Sofa. Am Wochenende gerne gleich nach dem Frühstück.



Wenn dann alles an seinem Ort hängt und brimselt, kommt Oma am Samstag vor dem 1. Advent zum Plätzchenbacken. 




Eine köstliche Tradition, die mit einem Kind begann, ...



die wir nun schon seit zehn Jahren pflegen und hoffentlich auch noch viele weitere Jahre fortsetzen können.



Unter den Keksduft mischt sich irgendwann das Aroma von gebrannten Mandeln. Selbst die Kinder wissen gut, wie es geht und verpassen den magischen Umrührmoment nicht. Die Mandeln verschenken wir gerne an liebe Freunde, Nachbarn und Trainerinnen.


Ein wahrhaftiges Glück, so viele liebe Menschen um sich zu wissen.


Für das Schreiben der Weihnachtspost nehme ich mir immer vor, es mir ganz ganz besonders gemütlich zu machen: Mit einem köstlichen Heißgetränk, mit knusprigen Plätzchen und dudeliger Winterplaylist. Das schiebe ich gerade aus lauter Vorfreude und weil es einfach noch nicht passte, noch vor mir her. Aber der Moment kommt, ganz bestimmt! Dann kommt der mit dem Geschenkeverpacken gleich hinterher!



Unsere Tochter steht übrigens in stetem Kontakt mit dem Weihnachtsmann höchstpersönlich!




Ja, die Vorfreude sorgt allerorts für Aufregung. Da fällt das ein oder andere Kind schon mal aus dem Rahmen. Unser Weihnachtsfotogeknipse hat offensichtlich Spaß gemacht!




Selbst wenn der Mistelzweig hier mal schief hängt, wir behalten die Ruhe, küssen uns und freuen uns auf Weihnachten!