Dienstag, 20. Februar 2018

Frühlingsgefühle

Früher oder später ist er da, der Frühling! Meist kommt er dann, wenn man ihn am nötigsten hat, wenn man die Kälte, das Grau und die Dunkelheit endgültig leid ist. Bis die ersten Sonnenstrahlen das Gesicht wärmen, der unverwechselbare Frühlingsduft sich breit macht, die Vögel zwitschern und die ersten Frühblüher sich durch die harte Erde brechen, genauso lange lässt sich der Winter aushalten, aber auch wirklich keinen Tag länger;-). Ich freue mich sehr darauf, dass die Tage wieder länger werden, wir endlich draußen auf der Veranda sitzen  werden und ich barfuß in die Clogs schlüpfen kann. Überhaupt, wenn wir endlich die Winterjacken, Schals und Mützen verstauen und die Taschentücher für die Schniefnasen nicht überall griffbereit liegen müssen. Ein klein bisschen fühlt es sich auch schon so frühlingsmäßig an, findest du nicht? All zu lange kann es nun wirklich nicht mehr dauern. Wir haben uns mit dieser Deko-Idee die Wartezeit etwas verkürzt. Wie vertreibst du dir die Zeit?

Viele Grüße

Goldi



Du benötigst:
* feste Bastelpappe
(ca. 5mm mit Schaumstoff gefüllt)
* Bleistift
* Cutter
* Unterlage
* Marker
* Draht
* Zange
* Holzperlen
* Heißkleber
* Textilgarn

Los geht es:
Schreiben...


... mit dem Cutter ausschneiden... während der gar nicht mehr so kleine Mann mitschnibbelt...


... die Kanten nachschneiden...





... die Wörter farbig mit Markern gestalten... 


... den Draht zu einem Ring formen, die Holzperlen auffädeln, mit Heißkleber zukleben...



... die Ringe mit Textilgarn verzieren...




... die Wörter auf die Ringe kleben. 


... und sich endlich nach Frühling fühlen! Jetzt dürfen neben den Narzissen auch bald die Tulpen ins Haus, und dann heißt es: "Hallo Frühling!"




Heute ist Creadienstag.




Dienstag, 13. Februar 2018

Liebevoll


Ich liebe dieses Leben. Mein Leben als Mama. Das Leben mit meinen Kindern. Ich mag all diese Mamadinge wie Kochen, Backen, Nähen, Basteln, Spielen, Stricken und Co. Ich mag Geburtstage vorbereiten und Feiertage, ich gehe mit Freude einkaufen, und es macht mir Spaß, Gerichte zu planen und gemütlich mit der Familie zu essen. Ich mag die Stimmung am Freitag, wenn wir mit einer Sofasause ins Wochenende starten. Es ist schön, dass alle drei es noch mögen, dass ich ihnen vorlese. Schön, mit den (Bilder)buchhelden und den Kindern gemeinsam älter zu werden. Ich finde es gut, wenn unser Esstisch vor lauter Bastelsachen nicht mehr zu sehen ist. Ich begleite die Kinder gerne zu ihren Hobbies, finde es aber auch gut, dass sie immer mehr Wege alleine bewältigen. Ich kann auch gut verstehen, dass die drei sich sehr freuen, wenn mal die Babysitterin kommt. Dann bin ich abgemeldet. Gut so, dann melde ich mich nämlich bei meinem Mann an und wir freuen uns, mal Zeit nur zu zweit zu verbringen, ätschi! 

Mir macht es einfach Freude, meiner Familie ein gemütliches Nest zu bereiten. Ich bin sehr dankbar, die Kinder und das Leben mit ihnen als Geschenk und Bereicherung betrachten zu können und nicht als Belastung. Ach, wenn sie doch nur ein Fünkchen davon erahnen könnten, wie viel mir das alles bedeutet. Wie glücklich ich mich schätze, ihre Mutter zu sein. Dieses Fünkchen möge ihnen dann immer das warme Gefühl geben, von mir unendlich geliebt zu werden, bedingungslos. 

Ja, auch dann, wenn es nicht immer rosig zugeht. Denn ich müsste lügen, wenn ich sage, hier wäre nicht auch mal die Luft raus!  Mitunter liegt auch hier so viel in der Luft, dass es knallt. Dann wird auch mal geschimpft und es geht mit Sicherheit auch nicht immer gerecht zu. Zugegeben, ich finde es auch oft anstregend,  jeden Tag aufs Neue so viele Entscheidungen zu treffen: 

Wer darf den Knopf beim Smoothie-Maker drücken? Wer darf entscheiden, welche kleine Folge abends geguckt wird?  Und wer darf wiederum auch da den Knopf auf der Fernbedienung drücken? Wer hatte den Kater zuerst zum Kuscheln? Warum darf der Kakao nicht mit ins Zimmer? Wer bekommt die erste Portion Nudeln? Warum muss ich das Wasser aus dem Vorratskeller holen? Wie viele Kekse  gibt es zur Kaffeerunde? Und gibt es dann am späten Nachmittag noch mal einen Bonbon? Warum darf das ganz schön große Mädchen abends noch lesen? Wie viele Hörspiele dürfen gehört werden?  Warum muss die Jacke denn in die Garderobe geräumt werden? Warum müssen denn überhaupt  die Hausaufgaben gemacht werden und dann auch noch ausgerechnet jetzt? Warum dürfen die Elektrogeräte nicht ungefragt benutzt werden? Alleine das Auflisten all dieser kleinen und großen Fragen macht mich schon mürbe. Es sind ja auch längst noch nicht alle. Da kommen ja täglich neue dazu, von denen ich bislang nicht den Schimmer einer Ahnung hatte. Außerdem sei von den vielen weiteren Nebenschauplätzen, wie den Wäschebergen, dem Auf- und Wegräumen und dem Putzen ganz zu schweigen. 

Es gibt Tage, da fällt es mir leicht und an anderen eben nicht. Es muss auch gesagt sein, dass ich ja nicht allein dafür verantwortlich bin, wenn es hier im Karton rappelt. Das Schlimme daran ist nur das schlechte Gewissen, das mir dann prompt im Nacken sitzt und keift: "Na, das hättest du auch anders machen können!" 

Wo ist eigentlich das gute Gewissen? Wo ist es, wenn alles rund läuft? Wenn ich auf all diese Fragen eine pädagogisch wertvolle Antwort habe, wenn ich Kompromisse mit den Kindern finde, die im besten Fall für alle fünf Familienmitglieder zufriedenstellend sind. Wenn ich es schaffe, gelassen zu bleiben. Da lässt es sich natürlich nicht blicken, nein, es schickt lieber das miesepetrige Pendant vorbei, das nur auf das nächste Muttermissgeschick wartet. Ich möchte mein Augenmerk aber viel viel mehr eben auf die Dinge legen, die gelingen. Ich übe, entspannt und besonnen zu bleiben, wenn es um Entscheidungen geht, nicht so streng zu sein, insbesondere nicht zu mir (!) und letztlich stolz auf mich zu sein. "Muttivation" hat mein Mann das neulich liebevoll genannt. Und das ist es, liebevoll, voller Liebe, mein Leben!
So viele Herzen kann ich gar nicht formen, um dem genügend Ausdruck zu verleihen... Ich habe da aber schon mal angefangen! 

Liebe Grüße

Goldi 


Es braucht nicht viel: Eine Hand voll Bügelperlen, Draht und etwas Fingerspitzengefühl. 


Schön, diese Pastelltöne!


Auffädeln,  


zum Kreis schließen...


und zum Herz formen.


Kleine Massage zwischendurch;-)




Für das Wort benötigst du einen etwas längeren Draht. 


Die Enden jeweils fixieren und die Buchstaben formen.


Mit viel liebe gemacht. 



Heute ist Creadienstag!








Montag, 12. Februar 2018

Rosenmontag

12 von 12 (plus eins) an einem Rosenmontag. So ein Tag bringt mitunter nicht ganz alltägliche Bilder mit sich. Da fährt schon mal ein goldiger Cupcake mit dem Rad zur Schule, und meine Unterrichtsvorbereitung besteht am heutigen Tag darin, Chips einzupacken und mein Nachthemd anzuziehen! Aber sieh´selbst!
Viele Freude

Goldi

1) Immer noch zum Anbeißen, das ganz schön große Mädchen in ihrem eigens designten Kostüm!



2) Kurz bevor es zum Mitbringtag in den Kindergarten geht. Vater: "Welches Schwert möchtest du mit in den Kindergarten nehmen?" Sohn: "Alle!"



3) Stark!



4) Bunter Jubel Trubel in der Schule!


5) Beim Sonntagsessen schon an Morgen denken. Deshalb gibt es heute Bratkartoffeln mit Veggie-Currywurst.



6) Da fällt mir doch gleich wieder was ein: Immer alles auf dem Einkaufszettel haben!





7) Der Scheitel sitzt perfekt, den ganzen Tag! Bei so viel Gel ;-) Jetzt aber in den Kindergarten, den gar nicht mehr so kleinen Mann abholen.




8) Unsere nötige Tagesration Vorlesen!




9)Hausaufgaben!




10) Was zaubert das ganz schön große Mädchen denn da aus dem Ofen?! Die sind ja knuffig und bestimmt hilfreich, diese Klammern! Die möchte ich auch!





11) Der Ofen ist nun frei, jetzt können die Blätterteigknusperstangen hinein! 



12) Bevor es an den Schreibtisch geht, muss erst alles wieder an seinen Platz, was sich im Laufe des Tages auf der Treppe angesammelt hat...




13)Jetzt aber!


Dienstag, 6. Februar 2018

Die drei Stricklieseln

Oder besser: Die drei Bastellieseln! Am Wochenende hatten die Mädels und ich seit langem mal wieder ein gemeinsames Bastelprojekt. Denn nicht selten friemeln, kleben, zeichnen, knoten und fädeln sie zu zweit in ihrem Zimmer. Das finde ich schön, und ich freue mich sehr für die zwei. Ich freue mich aber auch für mich, wenn sie meiner Einladung folgen. Dieser königlichen Idee konnten sie einfach nicht widerstehen. Magst du auch mit einer Stricklieselkönigin stricken? Dann habe ich endlich mal wieder eine kinderleichte Anleitung für dich!
Viel Spaß!

Goldi



Du brauchst ein ca. 12 cm langes Stück einer festen Papprolle, vier Büroklammern, Heißkleber, Klebeband, Schere, Maskingtape und  verschiedenfarbige Marker.



Ich habe mit Hilfe des Heißklebers die Büroklammern an der Papprolle befestigt. 




Aber vorsicht, das ist nichts für Kinderhände, deshalb habe ich das gleich dreimal gemacht.




Mit einem festen Klebeband habe ich die Klammern zusätzlich abgeklebt.




Jetzt endlich konnten die Mädchen mit dem Gestalten beginnen. Zunächst haben wir das Gesicht gemalt.





Bevor es an das Make-up ging, steckten wir die Königinnen in ein entsprechendes Gewand. Erst die Krone...





, dann gab es Runde für Runde ein Stück Kleid.




Während die Mädchen klebten und klebten



und klebten



und frisierten




und die Wimpern tuschten 





und den Lippenstift auftrugen,




war die erste Stricklieselkönigin schon fast fertig.





Nur noch ein paar winzige Details. Hier noch ein paar Pünktchen, dort noch ein buntes Klebeband. 




Jetzt war sie endlich bereit zum Stricken, die Liesel! 




Besonders gut gefällt mir, dass sich mit dieser Strickliesel sehr dickes Garn verarbeiten lässt.





Ganz bald gesellten sich die zwei anderen dazu. Zu dritt strickt es sich doch gleich viel besser! Schön, so ein Mama-Mädchen-Projekt!



Heute ist Creadienstag!

Samstag, 27. Januar 2018

Einmal auftanken, bitte!

Das neue Jahr liegt noch ziemlich frisch vor uns. Abgesehen von wiederkehrenden Programmpunkten halten sich die Termine und Verpflichtungen im Kalender noch in Grenzen. Ein kleiner Sommerurlaub ist aber schon mal gebucht, juchuh! Wir sind gespannt, welche Abenteuer 2018  noch für uns bereithält. An ein Wagnis aus dem letzten Jahr denke ich so gerne zurück, dass ich mir sehr gut vorstellen kann, es noch ein weiteres Mal zu wagen. Aufgrund unserer Bausstellensituation im vergangenen Oktober war ich gezwungen, mit unseren Dreien alleine auszufliegen. Schweren Herzens ließen wir Mann und Kater also im Baustaub zurück und peilten einen Campingplatz an der niederländischen Nordseeküste an. Campen im Herbst? Das geht? Ja, das geht! Im Gepäck hatten wir alles, was man für so einen kuscheligen Herbsturlaub benötigt: Dicke Pullis, Mützen und Schals, Wollsocken, Tee, Schoki, Bücher, Schnitzmesser, Drachen, Wolle, Tagebuch, Gummistiefel, Spielsachen und Malutensilien. Unterschlupf fanden wir in einem hübschen Strandhäuschen. "Mama, unser Urlaub ist wie eine Mutter-Kind- Kur!"  Gut, ich habe gekocht und auch den Sand musste ich zusammenfegen, gerne auch täglich, gegen Ende der Zeit habe ich auch mal eine Ladung Wäsche gewaschen, aber ansonsten brachte der Urlaubsalltag nicht die üblichen und leider auch manchmal lästigen Verpflichtungen mit sich.  Wir hatten wenig, um das wir uns kümmern mussten, außer um uns. Das tat uns allen gut!  Ich konnte mich hervorragend auf diese intensive Mamakinderzeit einlassen. Tagsüber haben wir es uns gemütlich gemacht. An manchen Tagen gerne auch so lange, dass wir gegen Mittag regelrecht aus den Pyjamas springen mussten, um bis eins noch den Einkauf im Supermarkt auf dem Gelände zu erledigen, damit wir ein Mittagessen zubereiten konnten, nach dem uns der Sinn stand. Wir haben gespielt, gelesen, gemalt, sind am nahe gelegen Strand spazieren gewesen, waren im Wald schnitzen, sind durch die Dünen gewandert, im Schwimmbad waren wir, haben einen Abstecher nach Amsterdam gemacht, haben den Drachen steigen lassen, Tee getrunken, Schokolade und warmen Pudding genascht. Abends hatte ich ganz schnell Zeit für mich.  Kein Zimmer musste aufgeräumt, keine Wäsche zusammengelegt und verstaut werden und der Geschirrspüler hat sich um den Abwasch gekümmert. Ich habe Musik gehört, gestrickt, gezeichnet, Tagebuch geschrieben und Fotobücher zusammengestellt. Am Ende eines jeden Tages habe ich die schönsten Momente zusammengestellt und mich immer wieder über einen weiteren schönen Urlaubstag gefreut. Auf kleinstem Raum hat dort in 12 Tagen größte Entspannung stattgefunden. Einen größeren Einblick möchte ich euch nun endlich zeigen, da viele gefragt haben, wo wir waren. Mir hat diese Zeit ganz viel Energie gegeben, hach,das merke ich gerade jetzt wieder, wo ich darüber schreibe. Ich selber freue mich immer über Urlaubstipps und hoffe, du hast Freude an den Bildern. Vielleicht magst du so ein Abenteuer ja auch und kannst sogar von ähnlichen Abstechern berichten? Ich würde mich freuen!

Liebe Grüße
Goldi

Der Abschied fiel uns wahrlich nicht leicht, besonders bei diesem Blick.