Sonntag, 22. April 2018

Hallo, Hamburg!


Wenn man nur mal als Paar über Nacht in Hamburg ist, dort lecker Sushi essen geht, ein tolles Konzert in der Elbphilharmonie erlebt, durch die nächtliche Stadt bummelt, um dann beim Frühstück glücklich Pläne zu schmieden für einen Hansestadtbesuch mit der ganzen Bande, dann ist es Liebe, und zwar die ganz große!


Und so war es tatsächlich: Wir haben genüsslich in Ruhe gefrühstückt, nicht nur einen, sondern gleich zwei Becher Kaffee getrunken -auch mal heiß- und dazu gab es zum Frühstücksnachtisch frische Waffeln. Hmmm! Wir haben uns sehr über den schönen Abend gefreut, über dies und das geredet -ohne Unterbrechung- und schließlich festgestellt, dass wir sehr gerne ganz bald wiederkommen und mehr Hamburg erleben möchten - und zwar zu fünft. Beim Checkout reservierten wir dann gleich wieder;-)
Hast du auch Lust auf einen Zwei-Tage-Hamburg-Trip mit Kindern? Dann komm´doch einfach mit!

Liebste Grüße
Goldi




Die Wahl der Unterkunft war klar. Wir hatten den Kindern soooo von den Waffeln vorgeschwärmt, dass auch sie nun in diesen Genuss kommen wollten.  Mit der Superbude auf St. Pauli hatten wir eine tolle Herberge gewählt, im Herzen der Stadt, ganz nah dran am wahren Hamburg. Sofort fühlten wir uns allesamt sehr willkommen und pudelwohl! 




Wir konnten unser Gepäck ganz einfach schon mal abladen, eine süße Tüte abfüllen -für die Kinder neben den Waffeln auf jeden Fall Grund zwei, wiederzukommen ;-)- und direkt mit unserem Programm durchstarten. Mit der Hamburg Card in der Tasche wollten wir nun die Hansestadt per Bus, Bahn und Fähre erkunden. Gemeinsam mit den Kindern hatten wir uns zuvor unter anderem hier schlau gelesen und uns ein paar Unternehmungen überlegt:

* Stadtbummel
* Abendessen mit Freunden
* Besuch des alten Elbtunnels
* Zoologisches Museum

Weil das Wetter nicht so gut vorhergesagt war, haben wir uns gegen die Stadtverführung entschieden. Die gibt es dann bei der nächsten Städtetour. 





Erste erfolgreiche Ausbeute auf dem Schulterblatt. Bei den Wohngeschwisterchen findet man so manch hübsches Kleidungsstück und Dies und Das für das Kinderzimmer!




Die Kinder waren so tapfer unterwegs. Sie sind manche Strecke gelaufen, ...


... aber auch ein paar Meter gefahren;-)


Eine rosa Bomber- und eine Jeansjacke, ein Paar Turnschuhe, ein Paar Sandalen und ein Spielzeug später gab es dann ein rein veganes Essen mit lieben Freunden in einem "froindlichen" Restaurant in Ottensen. 


Super, endlich ab auf´s Zimmer! Aber: Was kündigte sich da für ein Wetter an!!!! Wir waren nicht auf Schnee eingestellt...


Hin und wieder mal in einer anderen Stadt wach zu werden und seinen Blick über andere Dächer schweifen zu lassen, großartig. Auch wenn sie, wie an diesem Tag, total verschneit sind!!!!


Einmal Regendusche, bevor es in den Schnee ging! Ahhh! 


Die Kinder wollten gar nicht raus aus dem Zimmer, Grund drei, wiederzukommen. In der Fünferbude war bequem Platz für unsere Bande. Letztlich war der Hunger aber doch zu groß!Außerdem mussten die neuen Schuhe kurz zum Frühstück ausgeführt werden.


Das Frühstücksbuffet war total lecker und wurde somit zu Grund vier, hier ganz bald mal wieder einzukehren: Brötchen, Toast, Käse, selbstgemachte Dips,Eier, Marmelade, Salat, Müsli, Kaffee, eine große Auswahl an Tees,Waffeln, ... Letztlich gab dieses Frühstück den Anstoß, dass sich das große Mädchen zum Geburtstag einen Kontaktgrill gewünscht hat!


Nochmal kurz verschnaufen, bevor wir in unser Programm starteten.



Hamburg, Tag 2, wir kommen! 



Zu derartigen Reiseandenken sage ich nicht nein! 


Knöpfe drücken und mini mini Kunstwerke bestaunen. Es empfiehlt sich, die Eintrittskarten gleich über die Superbude zu reservieren, dann spart man sich das lange Warten in der Schlange. Nach knapp zwei Stunden hatten wir genug gesehen. Wir waren schließlich ganz in Skandinavien.



Mit der Lieblingsgang unterwegs im alten Elbtunnel. Ein Hamburg-Muss, wie ich finde.




Ich mag es sehr, wenn sie den Geschichten des Papas so aufmerksam lauschen.


Am Ende des Tunnels gab es dann Sonnenschein, Kinderpunsch und einen tollen Blick auf die Landungsbrücken. Zurück ging es mit der Fähre: Minihafenrundfahrt!




So viel Liebe!



Das Zoologische Museum ist ein tolles Ausflugsziel für Kinder. Es ist überschaubar und dennoch sehr informativ und ganz ansprechend aufbereitet. Der Eintritt erfolgt in Form einer freiwilligen Spende.


Unfassbar, wie groß ein Blauwal ist! Wenn der gar nicht mehr so kleine Mann in einem Blauwalunterkiefer steht,dann ist er plötzlich doch wieder ganz ganz klein.


Ohne einem hübschen Café einen Besuch abgestattet zu haben, konnten wir nicht abreisen.  Wir haben es uns ganz gemütlich gemacht, wieder einmal nicht nur einen, sondern zwei Becher Kaffee getrunken, und wieder einmal Pläne geschmiedet für den nächsten Hamburgbesuch: In die Kunsthalle möchten wir, Crêpes in Entenwerder essen, mit dem Lastenrad durch die Stadt fahren, vielleicht den Spielplatz in der Hafencity im Lohsepark erkunden. Hast du vielleicht auch noch die ein oder andere Idee für mich und meine Gang? Ich freue mich über jeden Tipp!


Und weil das Pläneschmieden mitunter etwas länger dauern kann, und einfach weil es ging, gab es zum Kuchen noch `ne Kugel Eis. 



Super! Mit euch kann man einfach einen Städtetrip machen. Zum Glück gibt es ja noch so manche Metropole, die eine Reise wert ist!




Und diese norddeutsche Großstadt kann man sicher mehrere Male besuchen! Da sind wir uns allesamt einig! Hamburg, bis bald!

PS: Dieser Reisebericht ist ohne Unterstützung der in den Links genannten Firmen/ Institutionen entstanden und verfolgt keinerlei kommerzielle Interessen. 





















Dienstag, 17. April 2018

Komm´ auf den Punkt!


Quatsch mit Punkten, oder eine Ratzi-Fatzi-Bastelidee, die keiner großen Erklärung bedarf. Aber sieh´ selbst, alles was du brauchst ist ein hübsches Band und viele bunte Klebepunkte in verschiedenen Größen!

Viel Spaß!

Goldi



Punkte, Punkte, Punkte!


Das Band wird nun von beiden Seiten beklebt.




Wir haben unterschiedliche Abstände gewählt...


... und die Punkte auch gerne aufeinander geklebt.


Schwups, ist die Girlande fertig! 


Die Girlande war am Ende gerade so lang, dass ich mir noch ein wenig davon abzwacken durfte. 



Auf zum Creadienstag!


Dienstag, 10. April 2018

Das nenne ich mal Abendbrot



Ich mag es sehr, für Geburts- und Feiertage nach Rezepten zu suchen und meine Familie und liebe Freunde mit kleinen oder großen Leckereien zu verwöhnen. In diesem Fall wohl eher mit einer überdiemensional großen Leckerei!!  Wahrlich! Mein Mann wird jetzt vermutlich etwas schmunzeln, denn ich suche zwar gerne nach Rezepten, aber ich koche nicht gerne nach ihnen. Da nehme ich es einfach auch mal nicht so genau. Sagen wir so, ich lasse mich gerne inspirieren und erfinde eigene Rezepte. Viele waren von diesem gigantischen Brot begeistert und haben nach dem Rezept gefragt. Hier ist es nun!

Viel Spaß beim Backen und guten Appetit!

Liebste Grüße 
Goldi



Für die Osterfeiertage brauchte ich nun eine Idee zum Abendessen. Es schwebte mir ein gefülltes Brot vor, gerne zu diesem Fest mit versteckten Eiern. Hier habe ich dann prompt die richtige Anregung gefunden. Bei dem Teig habe ich mich brav an das Rezept gehalten. Bei der Füllung allerdings habe ich eine eigene Kreation gezaubert.

Teig: 
1 kg Mehl
6, 25 dl lauwarmes Wasser
3 Päckchen (je 7 g) Trockenhefe
2 EL Zucker
2 gestrichene EL Meersalz
Mehl zum Bestäuben
* in einer großen Schüssel mit einem Teil des lauwarmen Wassers die Hefe und den Zucker auflösen
* Mehl, Salz und das restliche Wasser hinzufügen
* mit einem Handrührgerät (Knethaken) zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten, ggf. noch mal mit den Händen kneten
* zugedeckt bei Raumtemperatur 1 Stunde aufs Doppelte aufgehen lassen.
Füllung:
* eine gute Hand voll Ruccola
* 5 hartgekochte Eier
* 200g geraspelter Gouda
* 200g gewürfelter Mozzarella
* ca. 10 eingelegte Tomaten
* ca. 150 gschwarze Oliven mit Knoblauch
* Olivenöl, Salz und Pfeffer

Zubereitung:

* den Teig mit Mehl bestäuben und zu einem ungefähr 1 m langen, 20cm breiten und etwa 1 cm dicken Rechteck auswallen
* über die gesamte Länge des Brotteigstreifens die Füllung geben
* Ränder ca. 5 cm freilassen
* mit Olivenöl beträufeln, salzen und pfeffern
* den Teig von beiden Längsseiten über die Füllung klappen
* die beiden Enden zu einem Kranz formen
* auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen (Das ging hier nur zu zweit!)
* nochmals 15 Minuten ruhen lassen
* mit Mehl bestäuben und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad etwa 40 Minuten goldbraun backen. 

Zum Glück haben wir uns spontan mit unseren lieben Nachbarn verabredet. Allein hätten wir das niemals geschafft! Also, ladet eure Freunde ein und lasst es euch schmecken!



Heute ist Creadienstag!


Dienstag, 3. April 2018

Dein Tag, mein Tag, unser Tag!


Ostermontag am späten Nachmittag, spontan haben wir uns mit Freunden bei uns zum frühen Abendessen verabredet. Gut so, der Brotkranz wurde nämlich riesiger und riesiger.  Das hätten wir allein niemals geschafft. Dazu aber an anderer Stelle. 
In einer Stunde nun sollte also der Besuch kommen. Da äußerte das mittlerweile große Mädchen den Wunsch, handwerklich kreativ zu werden. Damit meine ich wirklich handwerklich, so mit Werkzeug! Ja, richtig, ich dachte: Nein, doch nicht jetzt! Mit der Säge! Das ist a) gefährlich und macht b) Dreck. Für Dreck haben wir jetzt nun wirklich keine Zeit! Das können wir doch mal in Ruhe... Und prompt sah ich meine Tochter also zielstrebig im Garten mit der besagten Säge und einem Brett unterm Arm. Ein Textboard wollte sie sich gestalten. Wow, das nenne ich mal ein Blitzbastelprojekt. Ok, ich spürte, Einwände hatten an dieser Stelle keinen Sinn. Nicht, dass hier immer jeder alles machen kann, was er will. Aber ich habe im Laufe der nun fast acht Jahre mit diesem starken Mädchen gelernt, dieses Kind auch einfach mal zu lassen, habe gelernt, zuzulassen, meinem Mädchen zu vertrauen. Ich habe gelernt, dass sie sich was zutrauen möchte, dass ich ihr auch so so viel zutrauen kann. Dieses Mädchen packt einfach gerne an. Ok, ich ließ sie also werkeln. Während ich versuchte, den Hefeteig in Schacht zu halten, werfe ich immer einen Blick durch das Küchenfenster in den Garten. Sie maß, überlegte, drehte und wendete das Holz, setzte die Säge an. Ich kann sie doch auch so oft so gut verstehen. Da kommt dann plötzlich eine Idee, und genauso plötzlich möchte sie auch umgesetzt werden! Geht gar nicht anders! Da steckte sie überraschenderweise den Kopf durch die Tür: "Mama, mit dem Holz geht das jetzt doch nicht so einfach, hast du noch eine andere Idee?" Klar doch! Und das "Klar doch!" bedeutete jetzt nicht: "Siehste, wusste ich es doch!" Nein, ich war und bin froh, dass sie selbst ihre Erfahrungen macht, dass ich ihr diese Freiheit (meistens) geben kann. Dann haben wir tatsächlich noch rasch gemeinsam getüftelt, gerade rechtzeitig zum Besuch. Es war ja auch einfach eine superduper Idee von uns beiden:

"Mama, besonders lieb hatte ich dich, als du in Schürze mit mir gebastelt hast!" Und ich hatte dich besonders lieb, als du mit der Säge im Garten gewerkelt hast!" Für mehr: Die- Kinder-so-annehmen-wie-sie-sind! 

Viele Grüße

Goldi

Das ist also unser spontanes Mama-Tochter-Textboard! Bist du spontan dabei? 

Du brauchst:

* festen Karton
* schönes Papier mit den gleichen Maßen
* Klebestift
* Lineal
* 8 Papiertrinkhalme
* Heißkleber
* Buchstaben gibt es hier
* Patafix


So geht es:

Karton mit dem Klebestift bestreichen.


Buntes Papier auf den Karton kleben.



Feste drüber reiben.



Den Karton vermessen und entsprechende Linien einzeichnen.



Nun die Papierhalme mit Heißkleber auf die Linien kleben. Vorsicht! Nichts für Kinderhände!


Es wird schon!



Nur noch die Halme an den Kanten anbringen.


Ist doch kinderleicht, oder?


Jetzt nur noch die richtigen Worte finden! Die Buchstaben lassen sich gut mit Patafix befestigen. Dann lassen sie sich immer wieder wechseln. Das nächste Projekt ist übrigens, eigene Buchstaben zu gestalten, am PC versteht sich;-)Dann mal los!

Heute ist Creadienstag!





Freitag, 30. März 2018

Über einen Umweg

Au, Backe! Da kommt ja direkt noch so ein "Mamasein-Blogpost" hinterher. Ich sage es euch, es hat mich heute so eiskalt erwischt. Das muss ich mir einfach von der Seele schreiben. Wir haben hier quasi einen neuen Kurs aufgenommen, oder besser gesagt: einfach mal einen Umweg genommen. Nicht selten ist daran das Wetter Schuld. So auch in diesem Fall. Weil für den morgigen Tag Schnee angesagt ist, musste das Moos für die Osternester kurzerhand schon heute gesucht werden. Die Körbchen standen schon seit ein paar Tagen bereit, konnte also direkt losgehen! Nur: Die Mädels hatten andere Pläne! Wie jetzt? Sie hatten Besuch und überhaupt. "Mama, geh`ruhig alleine!" Da musste ich erst mal tüchtig schlucken. Unsere kleine Tradition. Mit den Körbchen auf unsere Geheimwiese, auf der wir schon so manches Abenteuer erlebt haben. 
Gut. Dann sind der gar nicht mehr so kleine Mann und ich eben alleine los, wir zwei und drei Körbchen. Auf dem Weg dahin musste ich noch fast ein Tränchen verdrücken, hatte die Bilder vom letzten Jahr noch so vor Augen. Warum wollen die zwei denn jetzt nicht mit? Das war doch so schön! Und es kann doch wieder so schön werden! 

Ja, war es auch. Nur anders! Kaum hatten wir nämlich diese Wiese betreten, war mir klar, es wird ein neues Abenteuer. Auf Umwegen nahmen wir Kurs auf ein unverhofftes MamaSohnAbenteuer. 


Ich mag Beständigkeit. Ich mag Rituale. Ich mag geregelte Abläufe. Sie geben mir Sicherheit. Das war ehrlich gesagt vor den Kindern schon so, und jetzt erst recht. Ich mag gerne Pläne machen, in der Hoffnung, dass sie den Bedürfnissen der Kinder entsprechen und auf Zustimmung treffen. Heute war es dann mal nicht so. Das ist sonst auch schon mal vorgekommen, aber da nun Ostern vor der Tür steht und es ein Feiertagsritual ist, muss ich etwas länger darüber nachdenken. Ich hätte darauf bestehen können, dass die Mädels mitkommen. Aber ich habe mich ganz bewusst dagegen entschieden. Ich muss anerkennen: Meine Pläne sind eben nicht immer die ihrigen, und das nicht nur, wenn es ums Moos geht.



Ich bin stolz auf mich, dass ich nicht auf diese Tradition bestanden habe. Womöglich hätte ich einen Streit vom Zaun gebrochen, um schließlich zu viert miesepetrig Moos vom Boden zu klauben. So hatte unser Ausflug nämlich einen ganz eigenen Zauber und dafür bin ich sehr dankbar, dankbar für diesen Umweg.  Schnell war das Moos gesammelt, da kam der gar nicht mehr so kleine Mann nämlich auf die Idee, Rinden als Schiffe auf dem Tümpel fahren zu lassen. Was für eine gute Idee!


Es klappte zunächst nur nicht so, wie wir es uns das vorgestellt hatten.


Da half auch kein großer Stock. Eine andere Idee musste her.


Ja, so sollte es wohl klappen! Wenn mein Sohn auch nicht so gerne bastelt, ein Floß aus Stöckern und Binsengras, das macht er gerne mit mir: "Oh, Mama! Ein richtiger Mama-T.- Tag!"
Ja, und wenn es auch kein ganzer Tag war, so wird er dieses Erlebnis hoffentlich nie vergessen. Und ich auch nicht!


Also ich merke mir: Öfter mal entspannt den Kurs wechseln! Vor allem, wenn auch nicht immer die gesamte Mannschaft an Bord ist! 


Wie geht es dir? Hältst du gerne an Plänen fest? Oder bist du total flexibel? Willst du nach Möglichkeit auch immer alle unter einen Hut bekommen, oder machst du auch immer mal was mit jedem Kind alleine? Also, mein Sohn möchte morgen direkt wieder mit mir auf die Wiese;-)

Ich freue mich, wenn du berichtest!

Goldi