Donnerstag, 30. Januar 2020

Ahoi!


Monstersause, Indianer-, Ritter- und Räuberfest, Raketen- und Beachparty, Mickey Mouse oder Raupe Nimmersatt Geburtstag. Diese Feste und noch viel mehr haben wir hier schon gefeiert. So schöne bunte Feiern für das Frühlings-, Sommer- und Winterkind, an die wir uns gerne erinnern. Immer ganz klassisch zu Hause, mit Kuchen und Knabbereien, Spielen und Schatzsuche, gerne auch mal mit einer Bastelei, Musik und Limo, einem kleinen Dankeschöngeschenk zum Abschied und einem Sekt für die Eltern beim Abholen. 



Auf der Suche nach einem neuen Motto für das aktuelle Geburtstagskind wurde aus einem zauberhaften Dänemarkandenken schneller eine Partyidee, als ich "Macht die Leinen los!" rufen konnte: Ein Matrosenfest! Hurra! Kaum war das Thema also da, sprudelten auch schon die Ideen bei mir und meinem begeisterten Geburstagskind. Die meisten Einfälle allerdings kamen am Tag der Feier selbst: Hier fällt mir noch was in die Hände...Das ließe sich so dekorieren... Da kommt mir noch ein Einfall... Wo ist denn noch mal... Ach, das könnten wir auch noch gebrauchen...! Keine großen Anschaffungen. Keine aufwändigen Vorbereitungen. Ideen, die sich wirklich leicht und mehr oder weniger spontan umsetzen lassen. So bin ich, so mag ich es am liebsten. Meine drei Kinder haben sich allesamt anstecken lassen und tüchtig geholfen, gemeinsam dann das Deck auf Vordermann zu bringen und gerade pünktlich in Richtung Achter Geburtstag in See zu stechen, als die ersten kleinen Matrosen an Bord kamen. Es war zwar nicht mehr genug Zeit, um ein vernünftiges Foto vom Kuchen zu machen, aber es war ein super Matrosenfest mit allem, was das Geburtstagskind und seine Gäste glücklich gemacht hat. Komm`doch mit an Bord, wenn du magst!

Goldi



Eingeladen haben wir mit einer kleinen Flaschenpost auf einem Papierboot.



Etwas mehr als eine Hand voll Jungs sollten kommen. Allesamt hoffentlich seefest.


Vor einem jeden Geburtstag notiere ich die Gäste, sammle Ideen und schreibe mir einen kurzen Ablauf. Seit einiger Zeit schon halte ich diesen gleich hübsch in meinem Bulletjournal fest. So habe ich meine Erinnerungen fein zusammen und für dieses Fest prompt ein prima Matrosendiplom für die Seemänner.

 

Den Ablauf gibt es oft auch noch mal für die Geburtstagsgäste. Die Kinder wissen doch auch sehr gerne, was sie erwartet. 




Der Dachboden war unser Oberdeck.




Dort haben wir uns die meiste Zeit aufgehalten: Die Kinder haben getobt, gespielt, gemalt, gelesen und geknotet.



Ein letztes Mal Probeangeln, bevor die Gäste kommen. 



Nun aber Butter bei die Fische!



Munteres Kräftemessen beim Tauziehen! War das ein Spaß! 



Ah, währenddessen hatte sich eine Schar Ratten auf dem unteren Deck des Schiffs versteckt. Schnell mussten die Nager gefunden werden, bevor sie sich über den Schiffszwieback hermachen konnten.




Zum Glück hatten die Ratten den Süßkram nicht angerührt. Wusstest du, dass man Zwieback auch Matrosenkuchen nennt?



Zur Erfrischung gab es natürlich Brause. Jeder Gast bekam eine Flasche mit Namensfähnchen, so kam es den ganzen Nachmittag über nicht zu Verwechslungen. Zum Abschied konnte ein jeder Gast die Flasche samt Brausetütchen mit nach Hause nehmen.







Ein Matrosenlesezeichen für Leseratten. Wir hatten diese Bastelidee für den Fall, dass Langeweile an Deck ausbrechen sollte, oder einfach aus Freude am Basteln.


Und ob die Jungs Freude am Basteln und Zeichnen hatten! Nachdem wir nämlich mit Paracord geknotet hatten, gab es noch diese kleine gezeichnete Erinnerung an die Feier für zu Hause.




Vor so einem Kindergeburtstag bin ich schon auch immer etwas aufgeregt, geburtstagskribbelig geradezu. Es ist ein spannender Tag, mit all der Vorbereitung und der eigentlichen Feierei: Die Gäste kommen, beim Flaschendrehen werden die Geschenke      überreicht und ausgiebig bestaunt, es gibt einen leckeren Kuchenschmaus, diverse Spiele, die zum Motto passen, Freispiel, Kinderdisco und Abendessen. Schön, wenn immer alle Kinder mitmachen. Für alle Fälle hatten wir aber auch ein paar Rückzugsbereiche, ein Schaukel- und ein Sitzsack mit Büchern, zwei alternative Angel- und Piratenspiele. Wer mochte konnte auch noch ein zweites oder drittes Tattoo bekommen, während andere spontan einen blinden Passagier suchten. Ach, manchmal wäre ich gerne eine Freundin meiner Kinder und selbst eingeladen. Aber so als Matrosenmama einfach mittendrin, das mag ich auch schon sehr! Ich bin gespannt, wie viele Feste dieser Art uns noch ins Haus stehen...



Mit diesem Post lade ich dich übrigens herzlich ein, meinen fünften Bloggeburtstag mit mir zu feiern. Nach all den Jahren bin und schreibe ich noch immer gerne hier, mal mehr, mal weniger regelmäßig, aber immer immer herzlich. Hier ist es ähnlich, wie mit so einem Fest. Ein grober Plan steht, aber die besten Ideen und Einfälle kommen spontan, nicht immer perfekt, aber liebevoll, und ich freue mich immer noch sehr, wenn es dir hier gefällt. Auf Instragram verlose ich gerade als Dankeschön für deine Treue ein kleines Matrosenüberraschungspaket. Hüpf doch mal rüber! 











Sonntag, 19. Januar 2020

Hier ist Platz!



Ich blicke so durch den Raum und denke: Wir haben uns gut eingerichtet hier. In diesem schönen alten Haus, aber mehr noch in unserem Leben. Ein Schnappschuss im wohlig warmen Zuhauselicht:  Eine bunte Sammlung mit puscheligem Gras, ein aufgepimtes Eisdielenretrorennrad und ein Berg Bausteine. Hier ist Platz für alle, für alles. Platz für meinen Tüdeldekokochundbastelkrams und für eben all die Dinge, die mich als Mutter ausmachen, Platz für die Fahrradleidenschaft des Mannes, mit der er mindestens zwei Kinder angesteckt hat, Platz für die Bedürfnisse, Hobbies und Leidenschaften und das zugehörige Spielzeug der Kinder. Wir haben uns gut eingerichtet in unserem Leben als Mutter und Vater, als Familie mit drei Kindern, als berufstätige Eltern, als Paar und eben auch jeder für sich. Das gelingt nicht immer gleich gut und ist bestimmt auch nicht immer leicht. Sich und den anderen den "Platz" einzuräumen, darin liegt wohl das Geheimnis, damit jeder einzelne zufrieden und alle gemeinsam familienglücklich sind. Dabei geht es kaum darum, mit dem Maßband stets genau zu überprüfen, dass alle und immer den gleich großen "Platz" zur Verfügung haben. Das geht nicht auf, das strengt an, reibt auf. Dafür gibt es oft Überschneidungen, Freiräume werden geteilt, "Platz" wird abgetreten, mal selbstverständlich, mal weniger freiwillig. Meist werden alle Meinungen angehört, respektiert und entsprechend gehandelt. Die Generation Eltern, mit denen ich in einer Blase lebe, schätze ich so ein, dass unseren Kindern sehr sehr viel Gehör und Mitspracherecht eingeräumt wird. Dabei sind es nicht selten die Kinder selbst untereinander,  die sich das Leben schwer machen, denen es nicht immer gleichermaßen leicht fällt, mal "Platz" zu machen. Wir Eltern sind per Natur da ja schon sehr kompromissbereit. Das ist sicher auch eine Grundvoraussetzung beim Elternwerden und -sein. Wir müssen vollkommen flexibel und annäherungsfähig sein.

Dabei wiegen wir hier nicht die Wäschewannen und Einkaufskörbe mit Lebensmitteln, die Autodinge, die Reparaturen im oder am Haus oder wer-wann-wie-oft gekocht und den Sohn zum Fußball gebracht oder klar Schiff in der Küche gemacht und gestaubsaugt hat gegeneinander auf. Ich schätze mich glücklich, dass ich viele dieser Mamadinge als meine tiefsten Bedürfnisse empfinde. Damit meine ich natürlich nicht das Waschen der Wäsche, Staubsaugen oder Putzen. Darauf könnte ich schon mal verzichten. Nicht aber auf das Kochen für das gemeinsame Essen, das Vorlesen, die Gesellschaftsspiele, die Ausflüge, das Basteln, das Sofakino, den Stadtbummel mit Cafébesuch, die gemeinsamen Urlaube, ach, das alles und noch so viel mehr, das "Zuhauseschaffen" eben! Und das leben und lieben wir hier zu gleichen Teilen und jeder auf seine Weise. 

Goldi


Mittwoch, 15. Januar 2020

Cookiegemütlichkeit



Ein Rezept ist so gut, wie der Moment, in dem du die Cookies isst. 


Seit langem war es hier mal wieder ein ganz gewöhnlicher Dienstag. Ein Tag, wie wir ihn früher häufiger hatten. Früher, als es noch nicht so viele verschiedene Termine gab. Es sind schöne Termine, schöne Hobbies, aber es sind eben Termine. Bei drei Kindern mit großer Ballett-, Rad-, Fußball- und Klavierbegeisterung kommt da auch ganz schön was zusammen. Ein verschobener Ponypflegetermin ließ mich also nun den Nachmittag mit zwei, statt nur mit einem Kind verbringen. Zunächst mussten wir einen Routinebesuch beim Arzt erledigen, uäh, das war der eher lästige Teil, muss aber ja auch mal sein. Danach hatten wir aber Zeit für eine kleine Stärkung in unserem Stammcafé. Nach heißer weißer Schokolade sind wir von da aus direkt mal wieder gemeinsam in die Bücherei gestiefelt. Erst ein bisschen mit Murren, denn wie so oft, hat mindestens eines der Kinder eine andere Vorstellung, dann war die Stimmung huckepack aber doch plötzlich ganz fröhlich. Bücherei ist immer eine gute Idee, eine sehr gute, wie ich finde, wie sie fanden. Es hat uns großen Spaß gemacht, in den Regalen zu stöbern. Früher haben wir dort viel regelmäßiger Zeit verbracht. Unzählige Bücher kamen immer mit nach Hause, stapelweise Bilderbücher, und in gewohnheitsmäßigem Rhythmus mussten sie wieder zurückgebracht werden. In der vergangenen Zeit habe ich schließlich oft alleine Bücher ausgeliehen. Einmal rasch an den Regalen entlang, schwupps, ein paar Bücher schnappen und hoffen, die richtigen Schmöker zu erwischen. Gemeinsam zu schnappen macht aber viel mehr Spaß. Zugegeben, etwas wehmütig stand ich nun schon vor dem Bilderbuchregal. Hach, das waren noch Zeiten.  Und jetzt sind es auch Zeiten, und zwar ganz schön schöne. Wir lesen auch jetzt immer noch sehr viel vor, aber aus dem Bilderbuchalter sind wir nun wirklich raus, fast raus. Zum Glück sind doch noch zwei putzige Exemplare in den Korb gehüpft. Zuhause haben gleich alle drei vor dem Abendessen ihre Nasen tief in die Bücher gesteckt. Dafür blieb noch etwas Zeit, auch noch dafür, zu tanzen, zu duschen und ein Spiel zu spielen. Weil der Hunger nun aber doch schon so groß war, und die Cookies im Glas, die das wirklich große Mädchen einen Tag zuvor mit ihrer Freundin einfach aus Lust und Laune gebacken hatte, so verführerisch aussahen, mussten davon dabei einfach ein paar aufgeknuspert werden. Vorher kurz eingetaucht in ein Glas kalte Milch, köstlich. Gemütlich, ausgelassen und ganz besonders gewöhnlich. Tage wie diese, die genau deshalb einen Post-it mit einem dicken Herz auf meiner Mamapinnwand hinterlassen.

 „Ist das gemütlich hier!“, kommt der Mann da um die Ecke. „Ja, das finde ich auch. Setzt dich, und nimm dir einen Keks!"

Vielleicht magst du auch? Ich würde mich freuen!

Herzlichst 
Goldi


Für die Erdnussbutter-Schoko-Cookies brauchst du: 

   ❤  100  g Butter 
           ❤  2 Eier
   ❤  200  g cremige Erdnussbutter
   ❤  100  g gehackte Erdnüsse
   ❤  1  TL Natron
   ❤  eine Prise Salz
  ❤  100 g gehackte Zartbitterschoholade      ❤  1  Pck.Vanillezucker
   ❤  175  g Dinkelnmehl
   ❤  125  g Zucker

So haben es die Mädchen gemacht:

      ❤ Ofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze         vorheizen

  ❤100 g Erdnüsse mit einem scharfen       Messer hacken

       ❤  100 g Schokolade hacken

 ❤ 200 g Erdnussbutter mit 100 g      Butter in eine Rührschüssel geben und        mit den Rührstäben des Mixers geschmeidig    rühren

 ❤ langsam 125 g Zucker und 1 Päckchen       Vanillezucker einrieseln

 ❤ nacheinander 2 Eier zum Teig geben und      verrühren

 ❤ 175 g Weizenmehl mit 1 TL             Natron und Salz in einer kleinen Schüssel     vermengen

  ❤ Mehl zum Teig geben und rühren

  ❤ Schokolade unterrühren

  ❤  Erdnüsse zum Teig geben und verrühren 

 ❤ Teig mit 2 Esslöffeln auf dem Blech         verteilen

 ❤ auf mittlerer Schiene 10- 12 Min. backen.
                         
    ❤ Cookies für etwa 20 Min. erkalten lassen

 Macht es euch gemütlich!

Freitag, 13. Dezember 2019

JETZT


Ich hatte schon immer gerne viel zu tun, auch als ich noch keine Kinder hatte. Aber jetzt, als berufstätige Mutter, gibt es gleich mal so viel an Aufgaben und Herausforderungen: Haushalt, Schule, Einkäufe, Erledigungen, Ideen, Pläne, to dos... Ich kann die Füße, die Finger und den Kopf einfach kaum still halten. Das wird dir vermutlich nicht anders gehen. Ich mag das. Was ich allerdings nur schwer aushalten kann: Die wenigsten Dinge lassen sich in einem Rutsch zu Ende bringen. Dafür ist der letzte Monat des Jahres prädestiniert. Wie kein anderer verfügt der Dezember gefühlt wohl über die meisten losen Enden:  Deko, Adventskalender, Wichtelzauber, Nikolaus und Weihnachten. Bei uns schließen sich außerdem eine Geburtstags- und Silvesterfeier und gleich wieder ein Geburtstag im neuen Jahr an. In dieser Zeit stapeln sich die Klassenarbeiten und viele andere Schultermine, die Zeugnisse und Förderpläne nicht zu vergessen, die wollen auch bald durchdacht und geschrieben werden. Außerdem fragte gestern erst eines unserer Kinder, wo wir denn nun den Sommerurlaub verbringen würden. Lauter lose Enden. Schön und gut,  in der Vorweihnachtszeit lassen sich Lichterketten drum wickeln und Weihnachtsbaumkugeln dranhängen, aber da mache ich mir nichts vor, es bleiben lose Enden. 
Dann geht es mir nicht selten so, wie gerade gestern erst beim Pilates: Statt mich auf meinen Bauchnabel und die Atmung zu konzentrieren, einfach mal an nichts zu denken, schwirrte mir noch immer mancher Punkt für mein Bullett Journal durch den Kopf, und ich sah mich vor meinem geistigen Auge schon durch die Stadt flitzen, um noch ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Was ist wann, wie wichtig. Das muss ich immer wieder entscheiden. Oder ich werde entschieden. Ich halte sie aus, die losen Enden, ja, mal mehr, mal weniger gut. Ich halte  sie vor allem gerne immer mal wieder fest und schnüre sie zu einem strammen Jetzt zusammen. Um meinen Hals trage ich eine Kette, auf deren Anhänger steht genau das, was ich immer zu leben und lieben versuche: JETZT!  Ich halte mich wahrlich an diesem Anhänger fest. Denn darum geht es. Das ist, was ich habe, was mich glücklich macht. Ich habe drei gesunde, tolle Kinder, einen liebevollen Mann,der mir unter anderem einfach mal so eine magische Kette schenkt, ein hübsches Haus, einen schmusigen Kater, wirklich gute Freunde und eine Arbeit, die mich erfüllt. Ich bin gesund und mobil, und ich habe Hobbies, die mir Freude bereiten. Darauf möchte ich schauen. Auf das DU, das WIR zu fünft, zu viert, zu dritt und zu zweit und auch auf das ICH. 
Seit ein paar Tagen kann ich mich außerdem noch an einem hübschen Becher festhalten. Eine liebe Freundin überraschte mich neulich damit und rührte mich sehr. Versehen mit ein paar lieben Zeilen, brachte er mich dazu, diese Zeilen zu verfassen, mich daran zu erinnern, wie gut es mir jetzt geht. Was für ein Glück!
Deshalb nun meine 12 Bilder an einem ganz gewöhnlich trubeligen Dezembertag:


Guten Morgen!Im Dezember springen die Kinder besonders schnell in ihre Hosen. Warum? Sie freuen sich darauf, die Wichtelpost zu beantworten, wenn auch etwas schlaftrunken.


Na ja, vermutlich auch wegen der Adventskalenderfreude!In diesem Jahr gibt es übrigens abwechselnd für alle was, auch für uns Großen! 


Schnell das Haus auf Vordermann gebracht und dabei wieder festgestellt, wie gut wir zusammen passen, wie gut wir das alles hier wuppen, gemeinsam.


Der hat es gut! Immerhin liegt er im Arbeitszimmer. 



Dann rasch zur Schule radeln. Für mich ist es die perfekte Mischung: Ich bin gerne Mutter, ich bin aber auch wirklich sehr gerne Lehrerin. 




Die Vorfreude ist auch schon längst in der Schule angekommen. Ganz bald brennt die dritte Kerze. Uiuiui!




Kurze Kaffeepause.


Schätze aus der Weihnachtsbücherkiste. Arm in Arm lesen und kuscheln. Schön!


Am Wochenende kommen liebe Freunde! Da gibt es eine leckere Linsensuppe und eine feine Käseplatte. Großartig!



Die Sonne blitzt noch mal auf. Sie meint, ich solle den Ausblick auf das bevorstehende Wochenende genießen. Mach` ich!



Die Kalender für Oma und Opa sind angekommen. Ich hatte das schöne Zitat fast ganz vergessen und mich gleich noch mal darüber gefreut.2020, sieht gut aus!


Abendliche Studierstube. Voll gemütlich.




Veggie Toast Hawaii, weil es nach dem Einkauf und dem Elternsprechtag schnell gehen musste. Kein Problem für uns...


Nach dem Pilates war ich dann schließlich ganz entspannt.  Am Ende habe ich mich auch doch tatsächlich auf meinen Bauchnabel konzentrieren können... Und in meinem neuen Lieblingsbecher wartete zu Hause schon ein Schlummerschluck weißer Glühwein. JETZT ist einfach immer die beste Zeit!




Freitag, 13. September 2019

Lieblingstag

Uff, war das eine Woche!!! Sie fing an nach einem besonders kurzen Wochenende, weil ich am Samstag zur Schule musste, und sie bescherte uns eine defekte Waschmaschine, brachte uns außerdem die Handwerker ins Haus, weil ein neues Abflussrohr her musste, der Kontrollbesuch beim Zahnarzt für vier von fünf stand an, zu dem ein Elternabend, auf dem ich mich dann auch noch zur Elternvertreterin habe wählen lassen und schließlich musste ich zum Schulvorstand an der eigenen Schule.  Dazwischen all die anderen alltäglichen Dinge: Fußball, Ballett, Hausaufgaben...! Der ganz normale Wahnsinn eben. Du kennst das. Nun endlich ist dann aber Donnerstag, mein Lieblingstag, weil das Wochenende dann so nah ist! Das mag ich so an ihm! Was sonst noch, zeige ich dir!

Viele liebe Grüße

GOLDI


Willkommen an der Frühstückstheke!


Vor der Schule eine rasche Wäscheverabredung. Der Liebste hat nämlich die Maschine reparieren können!YES!  


Der lieben Schulbegleitung "Danke" sagen mit selbstgemachter Apfelmarmelade.


Auf geht es in die Schule. Dabei stelle ich fest, den ganzen Sommer über habe ich die Clogs nicht getragen. Jetzt wird es aber Zeit! 


Herbst gesucht und gefunden.



 Ding Dong!


Am Donnerstag ist der Kühlschrank leer. Deshalb gibt es eine Verabredung in der Mensa. 


Apfelnachtisch organisieren.


Vorräte auffüllen.


Ich kann es kaum fassen, ein Hauch von Pause im der Sonne. 


 Nach dem Training ist vor dem Training.


Schnittchensause! 



Donnerstag, 22. August 2019

Freischwimmerin


In diesem Sommer habe ich ganz überraschenderweise mein Freischwimmerabzeichen gemacht. Mein Mamafreischwimmer, juchuh! Gäbe es ein Abzeichen, ich würde es mir auf den Badeanzug nähen. 30 000 Meter bin ich geschwommen, die Planschereien in der dänischen Ostsee und in dem herrlich heißen Jacuzzi nicht mit eingerechnet.

Lange lange vor den drei Kindern, da gab es mal einen Sommer, da bin ich jeden Tag der Ferien mit dem Rad ins Freibad geradelt. Eine halbe Stunde hin, zunächst 1000 Meter schwimmen, später dann sogar 2000 Meter, duschen, in Ruhe  eincremen, eine halbe Stunde zurück. Ich fühlte mich super, sportlich und sonnengebräunt. Herrlich! Und danach war erstaunlicherweise auch immer noch so viel Tag übrig.  Du erinnerst dich ebenfalls an solche Tage? Es waren genau diese, von denen ich mich heute manchmal frage, was habe ich denn eigentlich so den lieben langen Tag gemacht?!

In diesen Ferien kam es nun so, dass ich versuchen wollte, daran anzuknüpfen. Postwendende Zweifel: Ach, das wird nicht gehen! Ich kann mir nicht jeden Tag diese Zeit abknappsen! Was machen die Kinder? ...  Ich sage euch, was sie gemacht haben, sie sind an den meisten Tagen ganz einfach mitgekommen. 


Immer mal wieder in unterschiedlicher Besetzung. Mal war ich nur mit einem Kind da, mal mit allen dreien, mal waren noch Freunde oder Freundinnen mit. An einigen Tagen waren wir darauf eingestellt, länger zu bleiben, an anderen ging es wirklich nur um die zwanzig Bahnen. Mal gleich nach dem Frühstück, mal am Nachmittag. Für die Kinder war das herrlich. Selbst, wenn das Wetter eben nicht superbombastisch war, hatten wir dennoch unsere tägliche Portion Wasser, konnte ich schwimmen. Unsere Tasche stand immer bereit. So war es fast gar kein Aufwand, und die Abläufe waren schnell klar: Schwimmsachen drunterziehen, Familienkarte lösen, Stammspint in der Umkleide anpeilen, duschen, ab ins Wasser. Es gab natürlich auch mal die obligatorischen "Nach-dem-Schwimmem-haben- wir-Riesenhunger-Pommes" in unserer Lieblingsfrittenbude, und sonnige Picknickdeckennachmittage mit Kartenspiel und Butterkeksen gab es auch. 

Einmal zog es sich so plötzlich zu, dass ich versuchte, gegen die dunklen Wolken anzuschwimmen. Es nützte aber nichts. Wir sollten raus aus dem Becken. Das Gewitter kam. In unsere Handtücher eingewickelt, mussten wir dann warten, bis es vorübergezogen war. Schon kurze Zeit später war die liebe Sonne gleich wieder da. Schnell war der Gedanke an heißen Kakao und Märchenfilm verflogen, und wir konnten wieder ins Wasser. Ich konnte fleißig meine zwanzig Bahnen beenden. 

Freibad-to-go für die Reisetasche. Ich hätte keine passendere Ferienlektüre für uns finden können.  Drei Geschwister verbringen mit einer Freibadfreikarte einen Sommer unter freiem Himmel. Eine gradlinige, schnörkellose Geschichte, die trotzdem immer weitergelesen werden wollte, und der es trotz aller Alltäglichkeit nicht an Humor und Spannung fehlte.  Bei jeder Seite konnten wir dieses vertraute "Unter-freiem-Himmel-Gefühl" nachempfinden.

 

Nach dem Urlaub bin ich gleich wieder ins Wasser. Die Reisetaschen waren noch am gleichen Tag ausgepackt, alles war wieder an Ort und Stelle, da bin ich am Tag drauf wieder drauf los geschwommen. Anschließend habe ich eine kleine Radtour unternommen und bin außerdem über ein Blumenfeld gelaufen. Geradezu ein Triathlon. Und das ganz alleine. Einfach, weil ich darauf Lust hatte und niemand mit wollte. Geht jetzt eben auch. Sie werden größer, und ich freier, zumindest übe ich es.


Das wirklich große Mädchen ist oft mit mir geschwommen. Ein wundervoller Moment für meine Mamaherztapete, wie sie mir sommersprossenstrahlend im Becken entgegenschwimmt. Hach! Als ich vor bestimmt über 15 Jahren meine letzten Bahnen geschwommen bin, war noch an keines dieser drei Kinder zu denken, und jetzt toben wir gemeinsam durch das Becken, juchzen gemeinsam die Rutsche herunter, sie schwimmen mit mir oder hüpfen munter hinter mir ins Becken. 



Schön, dass ich jetzt wieder schwimmen kann, mal alleine, mal in allerliebster Gesellschaft. Glück hat man, wenn man das liebt, was man bekommt. Und wenn ich mir die älteren Damen links und rechts von mir anschaue, die mit ihrer Freundin plaudenderweise Bahn um Bahn schwimmen, dann sehe ich mich in ferner Zukunft das so ähnlich machen. 

Solche und viele andere Gedanken kommen beim Schwimmen, auch Pläne und Ideen tauchen auf und auch wieder ab. Manchmal konnte ich gar nicht aufhören, nachzudenken, und ein anderes Mal hatte ich nur die Zahl der jeweiligen Bahn im Kopf. ... 15, 16, 17, 18, 19, 20. Schwimmmeditation. 
Nach dem Schwimmen fühle ich mich klar, erfrischt und wahrlich ganzheitlich gestrafft, auch wenn ich mit meiner Dänemarksofteisdiät gut dagegen gesteuert habe. 


Ich liebe es, mir nach dem Schwimmen nur kurz mit dem Föhn die Haare durchzupusten und lediglich einen Klecks Sonnencreme aufzutragen. Keine Schnörkel. An manchen Tagen noch nicht mal Wimperntusche.  Zu Hause nimmt mein Mann eine Nase voll von mir und sagt liebevoll: "Ich mag es, wenn du nach Chlor riechst!" Ich weiß dann, er freut sich für mich, freut sich mit mir über diesen großartigen Sommer, der seine Spuren bei mir hinterlassen hat, und zwar nicht nur in Form eines Badeanzugabdrucks. Dieser Sommer hat mir dieses unvergessliche FREIbadgefühl gegeben. 


Diese Saison werde ich auf jeden Fall noch bis Mitte September auskosten. Fürs nächste Jahr muss dann also unbedingt eine 100erKarte her, das steht schon fest.

Jetzt, da der Alltag uns wieder hat, habe ich es tatsächlich auch schon geschafft, abzutauchen. Wenn ich nun kurz vorm Abendessen meine Bahnen schwimme, steht die Sonne um diese Zeit schon ganz schön tief, aber sie scheint, wenn auch im spätsommerlichen Gewand. Ich liebe die Lichtreflexe, die sie auf der Wasseroberfläche zaubert, und ich genieße es, mich kraftvoll vom Beckenrand abzustoßen und durch sie hindurchzugleiten. Ich bin froh, dass ich meine Idee durchgezogen habe, wahrhaftig Bahn für Bahn. Und wenn es gut läuft, kann ich mich demnächst weiterhin im Hallenbad freischwimmen. 



Jetzt lasse ich also die Wäsche stehen, der Hefeteig kann sich bis zum Abendbrot alleine ausruhen und schnappe mir fix meine Tasche!

Wie ist es bei dir? Hast du schon dein Freischwimmerabzeichen? 

Erzähl doch mal!
GOLDI